Das finstere Mittelalter

Æthelred der Unfertige, war König von England aus dem angelsächsischen Geschlecht von Wessex. Er lebte von 968 bis 1016. In seiner Regierungszeit überfielen die dänischen Wikinger plündernd und mordend die Küstengebiete Englands. In manchen englischen Landstrichen ließen sich Wikingerkrieger, die in Konflikt mit ihrem König Olav Trygvasson waren, aber auch nieder und lebten friedlich mit den Angelsachsen zusammen. Das Land war konsolidiert und reich. Æthelred hatte ein gut funktionierendes Steuersystem eingeführt, mit dem er seine Untertanen nach Belieben schröpfen konnte. Aber es gab so etwas wie Rechtssicherheit. Das zog viele dänische Kaufleute an, die ebenfalls friedlich ihren Geschäften nachgingen. Was man halt damals so als Geschäfte bezeichnete. Dazu gehörte auch der ausgedehnte und lukrativer Sklavenhandel, den die Wikinger mit den Mauren des spanischen El andalus betrieben. Aber auch die Engländer hatten direkt vor ihrer Haustür eine lieferfertige Menge von Kelten. Ihr Geschäft war es die Waliser zu fangen und zu verkaufen. Bristol war der Hafen von dem die Sklaven nach Spanien und Afrika verschifft wurden und in einem alten Bericht hieß es:“ Man sah und bedauerte reihenweise aneinandergefesselte erbarmungswürdige Kreaturen. Junge Leute beiderlei Geschlechts, deren Schönheit und jugendliche Unschuld selbst bei Barbaren Mitleid hervorrufen musste, wurden zur Prostitution und zum Verkauf angeboten.“
Im Jahr 1000 führte Æthelred einen Feldzug gegen Schottland wo er mit den besten Kriegern seiner Arme verheerend zuschlug. Gleichzeitig setzte er ein Heer in die Normandie gegen die Wikinger in Marsch. Die Piraten bekamen ihre eigene Medizin zu schlucken. Mit dem Wikingerkönig Olav Tryggvasson schloss er einen Vertrag und Olav trat wohl aus Kalkül zum Christentum über erhielt aber auch 34000 Pfund Silber, die Æthelred seinen Landsleuten abgepresst hatte, um die Küsten Englands in Hinkunft zu schonen.
So wäre soweit alles gut gewesen. Aber das Misstrauen blieb. Die vielen Fremden im Land – die Dänen – war ihnen zu trauen? Arbeiteten sie nicht doch im Geheimen mit den Piraten zusammen? Am 13. November 1002 am Tag des heiligen Brictius oder vielleicht schon einige Tage davor hatte Æthelred ein ganz und gar ungutes Gefühl, er traute den Dänen nicht und deshalb befahl er seiner Armee alle Dänen im Land umzubringen. Es folgte ein fürchterliches Blutbad und die christliche Nächstenliebe scheint dem keinen Abbruch getan zu haben. In einem besonders grausamen Fall in Oxford wurden die Dänen verbrannt, als sie sich schutzsuchend in einer Kirche zusammendrängten. Das ganze zog natürlich wieder Racheakte der Dänen nach sich, den unter den Toten befand sich auch Gunhilde die Tochter von Sven Gabelbart dem König von Dänemark, der gemeinsam mit seinem Sohn Knut in der Folge England angriff und eroberte.
Ich weiß nicht, bin ich paranoid oder hab ich ein Dejavu Erlebnis auf Grund der großen Hitze oder kommt euch das auch bekannt vor. Die Türken und die Kurden, die Russen, die sich mal eben die Krim schnappen. Die EU, die gemeinsam mit den Amerikanern einen Putsch in der Ukraine anzettelt. Der Überfall auf den Irak, der die ganze Region destabilisiert hat  und religiösen Fanatiker, den Weg geebnet hat, die ohne mit der Wimper zu zucken Massenmorde begehen, Menschen versklaven und Frauen verkaufen als wären sie ein Stück Vieh. Überall Tyrannen, Wahnsinnige und Menschen deren Elend sie zur Flucht zwingt.
Finsteres Mittelalter

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