Frauen sind Menschen wie wir

Ich muss schon sagen, wo er recht hat, hat er recht der Frank Stronach: „Wer das Geld hat, macht die Regeln“ – wer könnte das in unserer Gesellschaft übersehen. Und die Regeln werden so gemacht, dass das Geld bei denen bleibt, die die Regeln machen.

Aber: „Frauen sind Menschen wie wir“ – nie und nimmer.

Warum ich mir da so sicher bin ? Nun, mein Faible für Geschichte ist in diesem Blog ja wohl unübersehbar. Und wie es so schön heißt: Aus der Geschichte lernen wir. (Tun wir natürlich eh nicht, aber wir sagen halt so).

Also, wir haben eine Evolutionsgeschichte hinter uns, die grob betrachtet, so an die 240 Millionen Jahre währte. Neunundneunzig Prozent unserer überschaubaren Geschichte waren wir Jäger und Sammler.       Und….?  wer hat gejägert und wer gesammelt? Na klar, Arbeitsteilung war schon ein sehr frühes Sozialprogramm. Die kräftiger gebauten Männer wandten sich der durchaus gefährlicheren Jagd zu, während die Frauen mit den Kindern im Lager blieben und dieses bewachten und kurze Streifzüge machten – soweit es die Sorge um die Kinder erlaubte – um zu sammeln, was das Land so hergab. Dabei haben sich Verhaltensweisen und Eigenschaften entwickelt, die bis heute in unserem Zusammenleben prägend blieben. Frauen haben eine höhere Stimme als Männer. Der Grund, ein lauter schriller und hoher Ton trägt viel weiter und wird eher gehört als ein tiefer. Bei der Aufsicht der Kinder, um sie oder andere im Lager vor Gefahren zu warnen, war das ein gewaltiger Vorteil. Auf schrille hohe Töne reagiert ein Teil unseres Gehirns, die Amygdala oder Mandelkerne, die für Angst zuständig sind, deutlich empfindlicher als auf tiefe.
Frauen kommunizieren auch untereinander anders als Männer. Sie mussten sich über die Dinge des Lebens einig werden. Vor- und Nachteile bestimmter Handlungen wurden offen und rege diskutiert, die Kommunikation war symmetrisch, das geschieht auch heute noch so. Frauen diskutieren und besprechen manche Dinge wesentlich ausführlicher als Männer. Ob beim Kauf eines neuen Autos oder bei der Wahl der Farbe des Kinderzimmers. Bei Männern steht rasch fest, was Sache ist. Frauen finden immer noch ein Für und Wider. Sie sind in dieser Hinsicht auch konfliktbereiter, auch untereinander. Einer meiner früheren Chefs hat das mit den Worten: Mehr als zwei Eierstöcke vertragen sich nicht, auf den Punkt gebracht. Das ist aber natürlich schon die männliche Reaktion auf das, was unserem Verständnis, an der weiblichen Art Probleme zu lösen, entgeht.
Im Gegensatz dazu, die männliche Jagdgesellschaft: Bei der Jagd, um sich in der Nähe des Wildes zu verständigen, sind niederfrequente Töne besser geeignet, weil sie nicht so weit gehört werden. Leise und wachsam muss man sich anschleichen, möglichst ungesehen bleiben, einer folgt dem anderen, ein Kopfnicken, ein Deuten mit dem Speer in die Richtung in der das Wild steht. Und vor allem: Alle folgen dem Anführer, dem besten Jäger oder dem besten Fährtenleser. Er ist der „Führer“, er hat das Sagen und gibt kurze Anweisungen, man spricht nicht viel, jede Handlung ist auf den Zweck gerichtet. Die Kommunikation war linear von oben nach unten. Männer gehorchen blind Befehlen. Der Führer wird nicht hinterfragt. Er hat und benutzt Macht, etwas, das es eigentlich gar nicht gibt – Macht ist abstrakt, im Gegensatz zu Gewalt – sondern in den Köpfen generiert wird und bis heute wirkt. Männer sind immer noch Jäger und bereit auf Befehl zu töten was ihnen in die Quere kommt. Männer finden sich zu geheimen Absprachen und Machtzirkeln zusammen, gründen hierarchisch strukturierte Vereine, politische Parteien, sind klandestin und konspirativ. Darum haben sie weltweit die Macht in Händen. Auch die westlichen Demokratien werden von Männerbünden beherrscht. Im Wesentlichen zumindest –  und Ausnahmen bestätigen die Regel. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen gilt in Österreich erst seit 1918.
Frauen haben erst seit evolutionsgeschichtlich kurzer Zeit gelernt ähnliche Verhaltensweisen zu kopieren. Andererseits  sind die meisten Männer  noch meilenweit davon entfernt, zumindest im Alltag, die Kommunikationsschiene der Frauen zu verstehen und halten das auch nicht für nötig. Um in dieser Welt Macht zu erringen, muss man konspirativ sein und autoritär und vor allem hierarchisch organisiert, das genügt. Das ist es was die Frauen unterscheidet, deshalb sind sie keine Menschen wie wir, sie sind zu wenig konspirativ.

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