Todesschüsse an der Grenze

Am 17. August 1962 wird unweit des alliierten Kontrollpunktes Checkpoint Charlie der 18 Jährige Peter Fechter von zahlreichen Schüssen ostdeutscher Grenzpolizisten getroffen. Eine Stunde lang ruft der 18-Jährige um Hilfe, ehe er vor den Augen entsetzter West-Berliner verblutet. Ein Aufschrei geht durch ganz Europa. Jetzt fordert die Vorsitzende der deutschen Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), dass an deutschen Grenzen zur Not auch geschossen werden soll, um den Strom von Flüchtlingen zu bremsen. Sie darf das, sie wird nicht verhaftet wegen Volksverhetzung oder dem Auffordern zu einer Straftat. Es ist offensichtlich in Deutschland wieder so weit. Eine Totschlagmentalität in bestimmten Kreisen  wird von der Öffentlichkeit  kaum kommentiert eher schon als fast normal akzeptiert.  Bin gespannt, wann die ersten Ausländer Gehsteige putzen und Schilder mit: Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Türken oder: Syrisches Geschäft, wer hier kauft wird fotografiert, auftauchen. Oder: St. Veit ist Asylantenfrei. Das Pendant zu: Juden werden hier nicht bedient, hat ja schon ein  Arzt in Wien an seiner Wartezimmertür: Hier werden keine Asylanten behandelt.  Dieser Arzt, Thomas Unden, möchte jetzt bei der Wahl zum Bundespräsidenten antreten.

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