Servus

Das Wort Servus, umgangssprachlich als freundliche Begrüßung für nahe Bekannte gedacht, bedeutet im ursprünglichen Sinn des Wortes: Ich bin dein Diener. In Rom war es die Bezeichnung für Sklaven. In Rom hatten auch weniger begüterte Familien zumindest ein bis zwei Sklaven. Wer reich war hatte oft tausende rechtlose Sklaven, die auf den großen Latifundien schufteten und dem Grundherren ein feudales und sorgloses Leben ermöglichten. Ich persönlich halte mir 57 Sklaven. Ja das ergibt sich so im Laufe des Lebens. Man hat Ansprüche und Bedürfnisse, man will sich ja auch was gönnen. Und Sklaven sind ja derzeit eher billig zu haben. Ich habe natürlich kein Gefängnis wo die Sklaven dahinvegetieren und keine Sklavenaufseher die sie in Schach halten. Ich habe diese Leistungen outgesourct wie es heute so schön heißt. Meine Sklaven sind in Manila und in Bangalore, ein paar auch in Karatschi und in Islamabad. Weitere halte ich im Kongo oder im Norden Chinas. Auch in Indonesien halte ich einige, dort vor allem beim Anbau von Ölpalmen. Das Öl von den Palmen in Indonesien brauche ich für meine Kosmetikartikel und natürlich für Nutella. Schade ist, dass dabei die Orang Utans ausgerottet werden. Aber das ist eben der Lauf der Dinge. Der Markt regelt alles, auch Ausrottungen. Die sind aber Gott sei Dank nicht auf unseren Rechnungen, die wir für Elektronik, Lebensmittel, Kleidung etc. bezahlen extra angeführt. Würden die Rechnung für die billigen Kleider, die billigen Lebensmittel, den ganzen Elektronikschrott und all das sinnlose Gerümpel das unsere Häuser füllt den wahren Wert für menschliche Ressourcen oder Kosten für die Zerstörung von Naturräumen enthalten, dann könnten wir uns das alles nicht leisten. Dann würden wir auch begreifen, dass die freie Marktwirtschaft auf diesem Planeten mit seinen begrenzten Ressourcen gar nichts regelt, außer die fetten Gewinne der Krämer die diese Welt beherrschen. Wir wollen gar nicht wissen, dass weltweit Menschen um Hungerlöhne in Fabriken als Sklaven arbeiten, damit wir uns mit dem ganzen sinnlosen Luxus behängen können. Die Gewinne der großen Konzerne sind zum Teil Gewinne aus Sklavenarbeit und alle Bemühungen weltweit, dem entgegenzuwirken, sind halbherzig oder nur zum Schein, solange wir alle schweigen.
http://slaveryfootprint.org/survey/#where_do_you_live

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