Der Neue

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Kern ist Sozialist mit kapitalistischem Einschlag oder umgekehrt. Aber er ist in vielerlei Hinsicht eine Hoffnung. Wenn er es versteht, SPÖ Politik so plakativ an den Wähler zu bringen, wie die FPÖ ihre nichtsagenden Parolen und darüber hinaus laut und deutlich klar macht, dass die Grand old Party SPÖ für Sicherheit, Pluralismus und soziale Gerechtigkeit steht, dann sollte die FPÖ bis zur nächsten Wahl wieder auf jenen braunen Rückstand eingedampft sein, aus dem dieser Aufguß von Gehässigkeit, Ignoranz, Xenophobie und Rückständigkeit ursprünglich entstanden ist.

6 Gedanken zu „Der Neue“

  1. Sorry wenn ich deine Hoffnung dämpfen muss, aber ein Mann kann keine dem Untergang geweihte Partei aus dem Sumpf ziehen…
    Rot und Schwarz müssten sich fundamental ändern – ich fürchte nur das wird erst im einstelligen Prozentbereich eine Option werden.

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    1. Da bin ich zuversichtlicher. Wir lassen uns alle vom ständigen Geschwafel, wie schlecht es um Österreich und insbesondere um die Parteienlandschaft bestellt ist, beeindrucken und übersehen dabei ganz offensichtlich, dass wir einer der reichsten und erfolgreichsten Staaten der EU sind. Unsere Wirtschaft floriert trotz der Schwäche der Weltwirtschaft. Arbeitslose wird es immer in einem gewissen Prozentsatz geben. Österreich ist in der Lage, das abzufedern. Eine Errungenschaft der Sozialdemokratie. (Die ÖVP und FPÖ haben im Hinterkopf sowas wie Harz IV und der eine oder andere, Schelling z.B. haben in dieser Richtung auch schon mal einen Testballon steigen lassen). Was den Parteien und besonders der SPÖ fehlt, ist das auch zu verkaufen. Solange die ohne energischen Widerspruch zulassen, dass die FPÖ in den Köpfen der Bevölkerung ein Untergangsszenario etablieren kann, das nur der FPÖ nützt, solange haben sie das Problem auch am Hals. Kultur – auch politische Kultur – ist eine Frage der Ideen und vor allem der Überzeugungen. Das, was in den Köpfen drin ist, wird langfristig die Entwicklung der Gesellschaft prägen. Die Sozialdemokratie ist im 19. Jahrhundert aus den Arbeiterbildungsvereien entstanden und hat davon ausgehend eine enorme Wirkung bis heute entfaltet. Genau dahin muss man wieder gehen. Wissen vermitteln und die Ideen aufzeigen, die für unser Zusammenlaben wichtig sind, immer schon wichtig waren. Der Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er durch beständiges Bemühen nahezu jedes Ziel erreichen kann. Wenn wir daran nicht geglaubt hätten, wären wir immer noch Jäger und Sammler. Herumziehende Horden, die jeden Fremden misstrauisch beäugen und ihn aus dem eigenen Territorium verjagen. Das entspricht genau dem Niveau, auf den die FPÖ den ganzen Staat bringen will.

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  2. Nachtrag: Was sollen und können die fundamental ändern ausser, dass sie zu ihren Prinzipien stehen. Wenn sie das tun, dann passt es. Die einen als soziale Partei, die anderen als Volkspartei, mehr müssen sie nicht sein, als sozial und dem ganzen Volk dienlich. Sie sind Verwalter und vertreten als solche jeweils eine bestimmte Klientel, von denen sie auch gewählt werden. Die Demokratie ist die beste schlechte Regierungsform die es gibt, so wie Keith Richards der beste schlechte Gittarist ist den es gibt. Damit müssen wir uns abfinden und trotzdem waren die Rolling Stones ein Erfolgsunternehmen

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  3. Solange sich regierende Politiker nicht als Volksvertreter sondern wie bisher eigennützig und elitär verhalten, wird die Wählergunst in Richtung Opposition/Populisten schwenken…

    Es wird Zeit für eine neue Politikergeneration, die sich als vom Volk bezahlt und angestellt begreift… und ich fürchte Rot und Schwarz werden da längst im einstelligen Prozentbereich angekommen sein.

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