Moses in der lila Zone

 

Es ist schon toll was Politik heute alles kann. Die Donau hat Aschach seit Jahrhunderten immer wieder überschwemmt.  Man hat sich daran in gewisser Weise gewöhnt und weiß einigermaßen, damit umzugehen. Das letzte Hochwasser vor 3  Jahren hat uns allerdings wieder einmal das Fürchten gelernt. Die Schäden waren immens und in der Folge hat man weiträumige Absiedlungen aus den Gefahrenzonen ermöglicht.  Bund und Land haben viel Geld in die Hand genommen und den Opfern finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe gewährt und weitere Millionen in Damm- und  andere Schutzbauten gesteckt. Uferzonen wurden zu Bauverbotszonen erklärt.  Soweit, so vernünftig.  Die dem Verkehrsministerium unterstellte Viadonau,  ist  – wie schon an anderer Stelle erwähnt – bestens mit Hochwasser vertraut und will deshalb in der Hochwasserzone ihr neues Bürogebäude errichten. Direkt am Donauufer. Und da kommt jetzt die beinahe unbeschränkte Macht der Politik ins Spiel:  Der Aschacher  Gemeinderat beschließt mit den Stimmen der ÖVP und der FPÖ, dass die Bauverbotszone, dort wo vor 3 Jahren die Donau gewütet hat,  aufgehoben wird.   Dort darf sich jetzt  kein Hochwasser mehr an Land wagen. Wer genau die Verhandlungen in Zukunft mit der Donau führt, damit sich diese auch an diesen neuen Beschluss hält, ist noch unklar.  Vielleicht wird aber einfach der älteste Gemeinderat ans Ufer schreiten und wie weiland Moses, die Fluten teilen. Ich verbeuge mich vor deiner  Allmacht,  oh Herr.

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