Das Bananenschalendesaster

Angekündigte Katastrophen finden nicht statt.  Vieles, vor dem wir uns fürchten findet nie statt, oder so selten, dass die Chance, von solchen Ereignissen  betroffen zu sein, wesentlich geringer ist als der sprichwörtliche Lottogewinn. Aber trotzdem sind unbegründete Ängste ein Teil unseres Alltags. Kennen Sie zum Beispiel  jemanden, der auf einer Bananenschale ausgerutscht ist und sich dabei schwer verletzt hat?  Ich nicht. Der Topos stammt wohl ursprünglich aus den Slapstick Komödien  des frühen amerikanischen Filmes und hat mit Buster Keaton und Laurel und Hardy ins kollektive Bewusstsein Einzug gehalten. Aber niemand rutscht wirklich auf einer Bananenschale aus und bricht sich das Genick. Wie viele Menschen in ihrem Bekanntenkreis wurden im letzten Jahr von einem Blitz erschlagen und wie viele von Haien gefressen? Wer ist unter einer Leiter durchgegangen und von einem Mauerstein getroffen worden? Hat jemand in den letzten sieben Jahren, nachdem er einen Spiegel zerbrochen hat, eine unsägliche Serie von Missgeschicken erlebt, wie es die damit verbundene Prophezeiung verspricht?  All das sind kollektive Halluzinationen. Etwas wird einmal ausgesprochen und bleibt ewig in unserer Erinnerung und da es alle erinnern, bekommt es langsam aber sicher einen Wahrheitsgehalt, der unser Verhalten beeinflusst.  Auch der Begriff Aberglaube ist in diesem Zusammenhang treffend. Mit solchen  Überzeugungen, die auf keinerlei überprüfbaren Tatsachen beruhen, sind wir ständig  konfrontiert und es hängt vom Grad unserer Bewusstheit ab, ob wir solchen Mythen Glauben schenken oder ob wir  erkennen, dass es sich um unbewiesenen Schwachsinn handelt.  Die Politiker bedienen sich allenthalben solcher  Bananenschalengeschichten um uns in ihr Lager zu treiben.  Demzufolge droht uns ohne deren machtvolles und hochintelligentes Eingreifen ein unglaubliches wirtschaftliches Desaster mit  weitreichenden soziokulturellen Veränderungen, die  darin gipfeln werden, dass  wir alle einen anderen Glauben annehmen, in ärmlichen Verhältnissen leben, aber dafür  nachmittags im Cafe sitzen und die Gebetskette um unsere Finger kreisen lassen, während unsere  vier Frauen zu Hause das Essen für unsere sechzehn Kinder vorbereiten.  Tatsache ist, dass Österreich die Wirtschaftskrise so gut wie kaum ein anders Land überstanden hat. Natürlich haben wir eine Menge Arbeitslose, aber wir alle sorgen dafür, dass es auch denen an nichts fehlt. Niemand muss verhungern. Tatsache ist, dass derzeit die Wirtschaftsleistung wieder kontinuierlich ansteigt. Tatsache ist, dass trotz der unglaublichen 47 Milliarden Euro, die die FPÖ in Kärnten verbraten hat,   Österreich unter den EU Nationen immer noch eines der finanziell stabilsten Länder ist. Und der Entwicklungsprozess der EU schreitet auch voran. Es wird halt viel diskutiert. Und das dauert denen, die lieber zuschlagen ein wenig zu lange. Aber gerade haben sich die Vertreter der österreichischen, deutschen und  schwedischen  Sozialdemokraten getroffen und dezidiert vereinbart, dass sie gemeinsam  die sozialen Kompetenzen der  Eu-  Bürokratie vorantreiben wollen und mehr Geld für Bildung, Gesundheit und soziale  Projekte fordern werden. Ich denke das wird langfristig auch geschehen, es fehlt uns allen an Geduld und drum gehen wir denen auf den Leim, die uns weismachen wollen, dass sie die Lösung aller Probleme schon  in der Tasche haben  und morgen, sobald sie an der Macht sind alles besser wird.  Ich sag euch Leute, einen Scheiß wird es besser, es wird aber auch niemand auf der Bananenschale ausrutschen und sich das Genick brechen. Es dauert nur alles eine Weile und manchmal reicht die Zeit, die einer Generation auf dieser Welt gegeben ist nicht aus, um alles richtig zu machen und alles in den Griff zu kriegen. Und die, die am lautesten schreien, die haben noch nie was in den Griff gekriegt, das sind dann eher jene Clowns, die dann doch auf der Bananenschale ausrutschen.

Nachtrag: Das hab ich 2016 geschrieben. Wer zweifelt noch daran, dass ich ein Prophet bin? Das Einzige was ich nicht vorausgesagt habe: Die Bananenschale lag in Ibiza.

Ein Gedanke zu “Das Bananenschalendesaster”

  1. ich denke nicht, dass es so sehr der andere glaube ist(jeder glaube ist auf seine art ein gefängnis), den die menschen fürchten, denn wieviele vom gemeinen volk sind schon tief religiös, sondern die vermischung von frauenfeindlichen traditionen, glaube und gesetze, ausgerichtet nach einer patriarchalischen gesellschaft. es wird um das minimum an freiheit, dass wir uns im zuge der gleichberechtigung bzw. des moderne fortschritts mühsam erarbeitet und erkämpft haben, gefürchtet. und diese errungenschaften dürfen nicht angetastet werden, von niemanden. es kommt jetzt darauf an, ob die männl. zuwanderer in dieser weise entwicklungsfähig sind, oder nicht. und größere gruppen davon bestärken sich gegenseitig in ihren althergebrachten religiösen traditionen und regeln und ziehen nicht einmal die gepflogenheiten ihres gastlandes in betracht, ignorieren die gesetze und negieren die gleichberechtigung, denn nur durch die gleichberechtigung ist österreich das wohlstandsland geworden, das es ist, und nur so sind die umfangreichen sozialleistungen erst möglich, für sozial schwächere personen oder zuwanderer. das muss man diesen menschen klar machen, sofern dies möglich ist. religion und tradition ist privatsache und darf nicht mit irgendwelchen skurillen menschenfeindlichen gesetzen vermischt werden, die aus dem mittelalter stammen könnten. ob die befürchtungen nun real sind oder nur wahrscheinlichtkeitstheorien sei dahingestellt. fakt ist nun mal, dass weltweit 65 millionen menschen auf der flucht sind, und nur ein paar staaten bereit sind, flüchtlinge aufzunehmen. und sich die kolonialen ausbeuterstaaten, die unter anderem diese flüchtlingsströme ausgelöst haben sich tunlichst vor ihrer verantwortung gegenüber diesen, drücken bzw. herausstehlen. auf die ganze welt aufgeteilt, wären auch 65 millionen flüchtlinge kein problem. aber so besteht die gefahr, dass sich die flüchtlinge gezielt nur länder mit einem hohen sozialen standard aussuchen, und die dortigen grenzen überrennen. die eu-bonzen(goldman-sachs- und konzerngünstlinge) sind nur groß im abkassieren und der selbstbereicherung, flüchtlings-organisation oder die kontrolle wo denn dann wirklich die spendengelder hinfliessen, ist nicht das talent dieser beamtenschar in brüssel. denn durch gezielte hilfe zur selbsthilfe wäre es wenigstens in afrika nie zu solchen ausmaßen an wirtschaftsflüchtenden gekommen. die versäumnisse der weltpolitk in der vergangenheit werden uns immer einholen, auf direkter oder indirekter weise.

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