Sehr geehrter Herr Innenminister

 

Ich nehme erstaunt  ihre Bemühungen zur Kenntnis, die darauf  zielen, die Grundrechte in Österreich einzuschränken. Wie ich höre sollen Demonstrationen verboten werden können, wenn Geschäftsinteressen bedroht sind. Wenn ein Schaufenster kaputt geht, soll künftig ein „Versammlungsleiter“ für den Schaden haften. Kundgebungen sollen auch früher angemeldet werden müssen als bisher, nämlich 72 Stunden vor der Demo. Das alles ist geeignet  das Demonstrationsrecht  massiv einzuschränken und damit ein bürgerliches Grundrecht in Frage zu stellen. Das alles schlagen Sie ohne einen bestimmten Grund einfach so vor. Und es ist unklar warum Sie das gerade jetzt tun. Ich bin ein wenig betroffen, denn  ich habe angenommen, dass Sie Vertreter einer demokratischen Partei sind.  ( Na ja, angenommen ist übertrieben. Besser: ich habe es für möglich gehalten)  Aber offensichtlich liegt da ein Irrtum meinerseits vor.  Vielleicht hat Sie aber auch der linke Flügel der FPÖ als „agent provokateur“ bei der ÖVP eingeschleust, oder Sie sind  mit einer Polizeidrohne kollidiert und da nichts Ihr weises Haupt schützt,  wäre so ein kleines Schädelhirntrauma eine Erklärung für eine vorübergehende Verwirrung.  Dass Sie bei diesen originellen Ideen Anleihen bei Recep Tayyip Erdogan genommen haben steht für mich außer Frage. Ich hätte noch ein paar Ideen, die andere  verhaltensoriginelle Politiker in den letzten Tagen von sich gegeben haben. Wie wär es mit einem Einreiseverbot für Fremde? Damit würden Sie die Amerikaner glatt übertrumpen. Bei  Präsident Rodrigo  Duterte  würden Sie Bewunderung ernten, wenn Sie neben allen Drogensüchtigen und Drogenhändlern auch alle erschießen lassen, die etwas anderes als Wein aus Niederösterreich zur Berauschung verwenden und das  rumänische Regierungsdekret demzufolge Korruption erst bei 44 000 Euro beginnt, könnte man glatt in den Schatten stellen, wenn man das in Österreich auf 1,35 Millionen erhöht. Da ihr polnischer Name Sobotka auf  deutsch: das Fest zum Johannistag  (Johannes der Täufer) bezeichnet und dieses am 24. Juni,  dem Tag der Sommersonnenwende  gefeiert wird, wäre es mit einer starken christlichen  Symbolik verbunden, wenn Sie meine Vorschläge beherzigen und bis zu diesem Tag umsetzen könnten. Als Alternative bestünde allenfalls auch  die Möglichkeit, bis zu diesem Tag Ihren Rücktritt bekannt zu geben.

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