Da Gißhübl, da Puntigam und i……

 

Vom wahren Intellektuellen ist manch Einer, der häufig  Mittelpunkt des allgemeinen Medieninteresses ist, meilenweit entfernt. Viele  Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und Eindruck machen, zeichnen sich einzig und allein durch ihre Beredsamkeit aus. Sie  verstehen  es, sich bei den verschiedensten Themen, über die sie sich nur oberflächlich informiert haben oder von denen sie in Wahrheit keine Ahnung haben, als Kapazunder  darzustellen und mit ein paar rhetorischen Floskeln, ohne auf das eigentliche Thema einzugehen, die Zuhörer zu blenden. Wo es geht, schmücken sie sich mit fremden Federn und ihre Mittelmäßigkeit kaschieren sie unverhohlen  mit  dickem Eigenlob. Helmut Qualtinger hat diesem Typus  mit obigen Liedzeilen ein Denkmal gesetzt. In der Zeit der Monarchie bezeichnete man diese Personen, die oft aus begüterten Familien stammten, aber es weder schafften ein Studium abzuschließen, noch Karriere bei der damaligen k.u.k. Armee zu machen,  als Salontrottel. Denn  beim unverbindlichen Plaudern auf der Soiree, bei der sich die gehobenen Kreise trafen, merkte niemand wie hohl  und substanzlos und von keinem tieferen Wissen angekränkelt ihr  smartes Gerede war. Die  Witzfigur des Grafen Bobby ist so entstanden.  Beredsamkeit und einigermaßen gutes Aussehen sind heute im Zeitalter der reinen Mediendemokratie wertvolle Hilfsmittel um in der Politik Fuß zu fassen. Das  Erstaunliche ist, dass diese Selbstdarsteller, sobald sie ein Amt bekleiden, hochgelobt und von allen ernst genommen werden.  Das Amt adelt auch den Salontrottel.

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