Quoten für die menschliche Existenz oder: Immer das Selbe…..

 

Ja, immer das Selbe, jeden Tag auf’s Neue: Der  Integrationsaußenminister von der Versace FPÖ, auch ÖVP genannt, schwimmt auf den populistischen Wellen, die von der echten, der blauen FPÖ erzeugt werden.  Er ist inzwischen zum Schluss gekommen, dass die  NGO’s als wahre Wurzel des Übels zu betrachten sind. Die Gutmenschen, die sich auf dem und um das Mittelmeer herumtreiben, retten zu viele Menschen und das ist, so lässt er verlauten, kontraproduktiv. Die Schlepper – folgerichtig – in der Annahme, dass sowieso Rettungsteams im Mittelmehr warten, können darum noch mehr Menschen mit noch schlechteren Booten auf die Todesfahrt schicken. Das entbehrt  nicht einer gewissen Logik.  Aber woher weiß  der Integrationsaußenminister das mit den Booten, oder  vermutet er das nur? Der Herr Integrationsaußenminister ist wahrscheinlich auch noch nie ertrunken.                                                                                                                                                                 Die SPÖ müht sich ebenfalls darum, von den potentiellen Wählern als harte Truppe wahrgenommen zu werden. Die Koalition mit der Versace FPÖ steht ja, trotz ständiger Beteuerungen, eher auf tönernen Füssen. Und ob der Sobotka so etwas ist, wie eine von Pröll gesteuerte Antikoalitionslenkwaffe, eine glatzerte Cruise missile mit defektem Zielradar sozusagen, weiß auch keiner so recht. Sicherheitshalber gelten deshalb die Leitlinien für Vorwahlzeiten. Diese Leitlinien schreiben vor,  dass man etwas thematisiert, das auf allgemeines Interesse stößt  auch wenn es im Großen und Ganzen unwichtig ist. Wenn man bedenkt, dass Herr Sobotka in Niederösterreich gut eine Milliarde Euro verspekuliert hat, und die FPÖ für das Hypo-Desaster mit mehr als 20 Milliarden Schaden verantwortlich ist, dann sind die Kosten für Asylanten in Österreich eigentlich ein marginaler Betrag und in Wirklichkeit unwichtig. Aber dieses Thema wird am Köcheln gehalten und alle tun so, als ginge es um nichts anderes mehr auf der Welt, um von ganz anderen Dingen abzulenken.                                                                                                                                                Letztendlich ist es ein uraltes Thema, das sich immer schon gut geeignet hat die Menschen auseinander zu dividieren. Während der römischen Republik vor mehr als zweitausend Jahren, zur Zeit der Reformpolitiker Gaius Sempronius  und Tiberius Sempronius Gracchus (um 130 v.Chr.) wurde dieses Thema ebenfalls von der damaligen Bourgeoisie (das war der römische Adel oder Nobilitas im Gegensatz zu den Plebejern und der besitzlosen, lohnabhängigen Klasse der Proles)  politisch instrumentalisiert.  Die beiden Brüder, die für die Aufteilung staatlicher Ländereien, die sich reiche Senatoren unter den Nagel gerissen hatten, an Arme eintraten, setzten sich auch für die zugezogenen Latiner und Samniten  aus der Umgebung Roms ein. Schon damals schürten ihre Gegner, vorwiegend reiche Senatoren,  aus politischem Kalkül, die  Angst vor einer Überflutung der Stadt Rom durch Fremde. Genauso  wie man es von den heutigen fremdenfeindlichen Kampagnen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Amerika etc.  kennt. Einer dieser Senatoren, der vor der Vergabe  der römischen Bürgerrechte an Latiner und Samniten warnte, sage bei einer Volksversammlung : „Glaubt ihr denn, wenn die Latiner erst einmal die Bürgerrechte haben, wird für euch noch Platz sein wie jetzt in der Volksversammlung bei Spielen oder Festen? Ist euch nicht klar, dass sie alles übernehmen werden!“

Kommt einem alles bekannt vor oder ?

N.B. Gaius und Tiberius Gracchus wurden  von einer, vom Senat  aufgehetzten Menge, umgebracht. Aber das römische Reich hat in den folgenden Jahrhunderten so viele verschiedene Nationen vereint wie kein anderes Land jemals vorher und nachher und hatte immerhin insgesamt mehr als 1000 Jahre Bestand und wenn man das oströmische Reich, das bis 1452 existierte dazunimmt, sogar mehr als 2000 Jahre.

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