Müllmenschen

In der Celebes-See vor Sulawesi gibt es unglaublich schöne Riffe – ich denke sie gehören zu den schönsten Unterwasserlandschaften der Welt.  Sie beherbergen eine Artenvielfalt, die einen in atemloses Staunen versetzt. Um so mehr wird man irritiert, wenn sich das, was man für einen Moment für eine seltsame Qualle hielt als Plastiktüte herausstellt und daneben ein Joghurtbecher aus Schweizer Produktion treibt. Um so mehr wird man irritiert, wenn dass nicht der einzige Abfall bleibt, dem man begegnet, sondern sich herausstellt, dass rundherum Plastikmüll schwimmt. Inzwischen finden sich weltweit in beinahe allen Meerestieren Plastikrückstände. Vor kurzem wurde in Norwegen ein Schnabelwal angeschwemmt, in dessen Eingeweiden sich  ein Dutzend Plastiktüten befanden. Orcas, die an der Spitze der maritimen Nahrungskette stehen, akkumulieren tödliche Mengen Giftstoffe aus unseren Abfällen und krepieren elendig daran.  Vögel, Fische, Schalentiere, alles enthält zumindest Partikel aus Kunststoffen, die wir weltweit produzieren, um  sie dann wegzuwerfen. Die Ozeane, die 71% der Erdoberfläche ausmachen, sind jetzt schon, nach etwas mehr als 100 Jahren industrieller Produktion zur größten Müllhalde geworden. Und was tun wir? Wir steigern weltweit die Produktion unnützer Dinge, denn wir brauchen Wirtschaftswachstum, weil sonst unser sorgsam aufgebautes kapitalistisches System, dass wenigen unmässigen Reichtum und der westlichen Welt insgesamt erträglichen Lebensumstände auf Kosten der dritten Welt verschafft, zusammen bricht. Langsam wird es Zeit……

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