Volksmund

Der Wiener Schmäh hat für die Obrigkeiten immer einen  treffenden  Ausdruck parat gehabt.  So wurde der  Habsburger  Ferdinand I., der wegen seiner unterdurchschnittlichen geistigen  Performance zeitlebens im Schatten des Fürsten  Metternich stand, als Nandl der Trottel bezeichnet. In Verkehrung seines,  wegen seiner Harmlosigkeit erhaltenen Beinamens „Ferdinand der Gütige“, wurde er auch  „Gütinant der Fertige“ genannt.  Der klerikalfaschistische Diktator Engelbert Dollfuß, dessen Bild bis vor Kurzem im Parlamentsklub der ÖVP Kultstatus hatte, wurde auf Grund seiner Kleinwüchsigkeit als „Millimetternich“ bezeichnet. Das  kantige und oft ein wenig herablassende Gehabe Bruno Kreiskys  verschaffte ihm den Spitznahmen Sonnenkönig. Wolfgang Schüssel war der Schweigekanzler, während Gusenbauer als  Sandkistenkanzler bezeichnet wurde, weil er schon als Kind davon träumte  einmal groß herauszukommen. Wilhelm Molter, der ein wenig zum Predigtton neigte wurde zum Pater Willi. Bekannt sind auch die Schottermizzi , die Schweinsbraten Kdolsky und die Königskobra. Die Handarbeitslehrerin Elisabeth Gehrer, die zur Unterrichtsministerin avancierte ,war die Strickliesl und Ursula Plassnik war Schüssels blonder Schatten. Franz Voves wurde als Kernöl -Chavez bezeichnet und die Landesglatze bedarf keiner weiteren Erläuterung. Jeder weiß wer gemeint ist. Jetzt haben wir Furz und Drache dazubekommen.

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