Restless legs

oder Syndrom dar rastlosen Füße. Eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen unserer Zeit. Schon in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Krankheit zum ersten Mal beschrieben. 1861 benannte der deutsche Kliniker Theodor Wittmaack die Erkrankung nach ihrem auffälligsten Symptom, den unruhigen Beinen, als Anxietas tibiarum. Die Bezeichnung Restless Legs wurde 1945 von dem Stockholmer Neurologen Karl-Axel Ekbom geprägt. Während meiner Ausbildungszeit, also vor ca. 30 Jahren, wurde diese Krankheit kaum wahrgenommen. Heute schätzt man, dass ungefähr 8 bis 10% der Bevölkerung Europas unter den Symptomen einer nächtlichen Unruhe der Beine leiden. Ein Zucken und Zappeln der Füße, ein Brennen, Jucken, Stechen, Ziehen oder Reißen verbunden mit einem ständigen Bewegungsdrang. Gerade so, als würden die Füße in der Nacht alleine aktiv sein und immer weiter und weiter gehen, als wäre am Tag noch nicht genug geschehen und als wäre da die Angst, die Nacht würde unnütz verstreichen. Was könnte eine bessere Metapher für die Rastlosigkeit unserer Gesellschaft sein ?

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