Hitman

Ein Hitman ist jemand, der im Auftrag einer Regierung (meist der amerikanischen) in anderen Staaten versucht, die wirtschaftlichen Interessen der eigenen Industriellen durchzusetzen. Notfalls auch mit Gewalt. Politiker oder Vertreter von NGO’s, die sich gegen die wirtschaftliche Ausbeutung wehren, stürzen dann mit dem Flugzeug ab, oder werden erschossen oder durch einen kleinen, inszenierten Putsch beseitigt. Siehe Patrice Lumumba, Salvador Allende, Mohammad Mossadegh, Achmed Sukarno, Jean-Bertrand Aristide usw. Dass hinter diesen Verbrechen immer die Wirtschaftsinteressen einiger weniger standen, blieb der Weltöffentlichkeit meist verborgen und die Journalisten organisierten ein mediales Rätselraten wer, wie und warum. Dabei war es immer ganz einfach und wer Augen hatte zu sehen, der sah. Ein Hitman ist also einer, der die Belange einer bestimmten Interessentengruppe mit allen Mitteln vorantreibt. Dafür wird er ausgesucht, dafür wird er bezahlt. Er bedient sich dabei aller Mittel die notwendig sind, um seine wahren Absichten zu verschleiern. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze, während er das tut, was ihm aufgetragen wurde und sucht sich naive Erfüllungsgehilfen, die keine besonderen Talente haben müssen, denn sie sind nur Platzhalter für den, der den Gang der Dinge, im Auftrag seiner Hintermänner, bestimmt. Ja, Intelligenz ist bei den Erfüllungsgehilfen sogar eher hinderlich. Der Hitmann kann sie besser steuern, wenn sie nicht allzu viel von der Materie, mit der man sie offiziell betraut hat, verstehen. Ein Thema könnte zum Beispiel der Sozialbereich sein, oder das Arbeitsrecht. Es könnte ja einer der Auftragsgeber des Hitmann der Meinung sein, dass die Plebejer zu wenig arbeiten, zu wenig leistungsbewusst seien und nichts anderes in Sinn hätten, als um 17 Uhr auf dem Mountainbike durch die Gegend zu brettern. Da kann man Abhilfe schaffen, indem man den 12 Stunden Tag einführt und die 60 Stunden Woche, dann wird sich das ändern. Man kann ja so tun, als ob es in ihrem ureigenstem Interesse sei, dass sie 12 Stunden arbeiten dürfen, oder dass es nur von der Entscheidung der Arbeitnehmer abhinge, wie lange sie arbeiten wollen. Gleichzeitig kann man aber das Gesetzt so rigoros gestalten, dass es keine Alternative gibt. Sie werden es nicht merken oder wenn sie es merken, dann zu spät. Man kann weiters einen beispiellosen Abbau im Kultur- Sozial- und Gesundheitsbereich durchführen aber die diversen Minister mit fröhlichen Gesichtern täglich in den Medien auftreten lassen, wo sie beteuern, wie gut alles läuft und wie schön die Welt gerade von der Regierung gemacht wird, während man Mindestsicherung und Kinderbetreuung streicht. Natürlich glauben die Wähler, naiv wie sie sind, dass in Zukunft Präkariat und Arbeitslosigkeit verschwinden werden. Man hat ihnen ja jahrelang eingebläut: Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut. Aber daran ist nicht gedacht, man braucht ein Proletariat in miserablen wirtschaftlichen Verhältnissen, damit die anderen sehen, wohin sie absteigen können, wenn ihre Leistungsbereitschaft auch nur um einen Deut nachlässt.

Wie viel hat der Hitmann gekostet? Gerade mal 400 Tausend Euro? Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man selber kaum Steuern zahlt und im Hinblick darauf, was der jetzt alles möglich macht. Und das Lustigste, die Plebejer sind so dumm, dass sie den Hitmann für einen großartigen Politiker halten.

https://DERSTANDARD.AT/2000065269641/KTM-CHEF-UND-KURZ-SPENDER-PIERER-GUT-VERSICHERT-IN-LIECHTENSTEIN

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