Schluß mit Lustig….

…. jetzt gibt es wieder Noten.

„Es ist eine politische Entscheidung, wie vieles, was ich entscheiden muss. Nicht hinter jeder politischen Entscheidung gibt es auch eine wissenschaftliche Fundierung“. Das sagt Unterrichtsminister Fassmann zum Thema Noten für Volksschüler und Deutsch-Sonderklassen. Er sagt damit auch, dass die Wiedereinführung der Noten in den ersten Volksschulklassen nicht den Erkenntnissen der pädagogischen Wissenschaft entspricht, sondern dass dahinter eine Ideologie steht. Jeder Lehrer weiß, das ist Pädagogik aus dem letzten Jahrhundert und man fragt sich, gibt es als nächstes wieder den Schul-Karzer und die Prügelstrafe? Wozu braucht man einen Unterrichtsminister, wenn er wider besseres Wissen und wider seine wissenschaftliche Überzeugung Programme durchsetzt, die sich schon vor dreißig Jahren als falsch erwiesen haben. Warum ist dann nicht gleich Herbert Kickl auch noch Unterrichtsminister, das würde eine Menge Geld sparen. Der Leiter der Einsatzgruppe für Straßenkriminalität, der FPÖ-Bezirkspolitiker Wolfgang Preiszler, könnte dann die Einhaltung der Regelungen mit seiner Truppe direkt in den Schulen kontrollieren und gegebenenfalls Unterrichtsmaterial von Lehrern, deren Gesinnung nicht einwandfrei ist und mit dem Regierungsprogramm nicht kompatibel ist, beschlagnahmen. Vielleicht steht ja auch im Parteiprogramm, dass Lehrer, die ideologisch nicht entsprechen, entfernt werden müssen. Wird Fassmann auch dann die politischen Entscheidung einfach hinnehmen?

– derstandard.at/2000089083589/Fassmann-zu-Noten-in-der-Volksschule-Es-ist-eine-politische

Nachtrag am 16. 10. 2018
Man kann die Satire gar nicht so weit treiben, dass die FPÖ sie nicht noch übertrifft: Heute berichten die Medien über die dritte Nationalratspräsidentin Kitzmüller Anneliese, die im Parlament(sic) eine Preisverleihung* an die rechte Postille „Zur Zeit“ deren Herausgeber Andreas Mölzer ist, veranstalten will. Alleine der Umstand, diese Veranstaltung im Parlament zu machen ist eigentlich ein Skandal. Aber die Zeitung hat es in sich: Es wurde in der letzen Ausgabe die Einführung von Arbeitshäusern, einer Untauglichensteuer und des Karzers für Schüler gefordert. Also die Geschichte hat mich schon überholt……

derstandard.at/2000089386508/Dritte-NationalratspraesidentinKitzmueller-zeichnet-rechtes-Magazin-Zur-Zeit-aus

*Verliehen wurde die Dinghofermedaille. Einige können sich vielleicht erinnern, dem Sohn des Nationalratsabgeordneten Roman Haider wurde diese Ehre zuteil, als er seinen Vater anrief, um eine umgehende Intervention zu fordern, weil im politischen Unterricht seiner Schule ein Referent eingehend über Burschenschaftler berichtete.

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