Remember, remember…………..

the fifth of November, gunpowder, treason and plot. Dieser Anfang eines Gedichtes weist auf den Versuch britischer Katholiken hin, während der Parlamentseröffnung am 5. November 1605 den protestantischen König von England, Jakob I., seine Familie, die Regierung und alle Parlamentarier zu töten. Das ist ferne Geschichte. Der November scheint für politisch-religiöse Fanatiker aber überhaupt der Monat der Wahl zu sein, wenn es darum geht mit Gewaltakten aufzufallen. Im November 1971 wurden durch die IRA in Belfast und anderen Orte Nordirlands insgesamt 9 Anschläge verübt und am 6. November desselben Jahres verübte die Fatah einen Anschlag auf Israelis. Am 26. November 2008 verübten Islamisten einen Anschlag in Mumbai und töteten 174 Menschen. 239 Menschen wurden verletzt. Am 13. November 2015 wurden in Paris 130 Menschen durch Mitglieder des Islamischen Staates getötet. Die Liste ist natürlich bei weitem nicht vollständig.
Eine Tat sollte aber noch erwähnt werden: In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden in Wien 42 Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt und verwüstet. Tausende jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden, so sie nicht bereits in den Monaten vorher „arisiert“ worden waren, geplündert, zerstört und beschlagnahmt. Insgesamt 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon in das KZ Dachau. Auch in den Bundesländern wurden Synagogen und Gebetshäuser zerstört sowie Geschäfte und Wohnungen von noch nicht vertriebenen Juden geplündert und beschlagnahmt. Im ganzen Deutschen Reich wurden in dieser Nacht 91 jüdische Bürger umgebracht und insgesamt 20 000 gefangen genommen, viele davon in den Konzentrationslagern umgebracht.
Die Täter waren ganz normale Österreicher und ganz normale Deutsche und das Geschehen war auch nicht weit weg und liegt auch nicht mehr als 400 Jahre zurück, wie der Anschlag von Guy Fawkes auf das britische Parlament, sondern gerade einmal 80 Jahre. Unsere Großeltern gehörten im besten Fall zum schweigenden Teil des Geschehens und einen Unterschied zu den anderen Verbrechen kann ich nicht erkennen. Höchstens die Plumpheit und Feigheit, mit der sich die Österreicher aus der Geschichte gestohlen haben.

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