Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenij

oder kurz GRU. (Главное разведывательное управление) Auch Hauptverwaltung für Aufklärung . Die Aufgabe der GRU ist die nachrichtendienstliche Beschaffung aller militärisch relevanten Informationen sowie die Spionageabwehr innerhalb der russischen Streitkräfte. Die historisch jüngste Aufgabe der GRU ist die Wirtschaftsspionage, wie bei anderen Geheimdiensten auch. Im Juni des Jahres wurde bekannt, dass der deutsche Auslandsgeheimdienst in den 1990er- und 2000er-Jahren zahlreiche institutionelle, wirtschaftliche und private Stellen in Österreich ausspähte. Der Protest von Bundespräsident und Kanzler bei den Deutschen ist wohl irgendwie ins Leere gegangen, denn man hat seither nichts mehr gehört. Ausspionieren unter Freunden, das geht gar nicht, wie Angela Merkel nach der NSA Affäre bemerkte. Aber es geht und zwar rund um die Uhr. Es ist wie Sex niemand spricht davon offen, aber alle tun es.
Was den Kanzler Kurz und den Minister Kunasek am Freitag bewogen hat, schon um 6 Uhr früh, höchst dramatisch, eine Pressekonferenz für den Vormittag einzuberufen, um die Festnahme eines russischen Spions (eines Oberst Redl im Kleinformat) mitzuteilen, ist allerdings merkwürdig. Nicht dass es ungewöhnlich wäre, dass die Regierung jede Woche eine andere Sau durch das Dorf treibt, um von den wirklich wichtigen Sachen abzulenken, aber die Art wie das inszeniert wurde, fällt ein wenig aus dem Rahmen. Dass die Russen, die Chinesen, die Amerikaner, die Türken, die Deutschen und wer weiß noch aller, bei uns spionieren ist eine wohl bekannte Tatsache. Jeder Erstklässler würde im Fach politische Bildung auf die Frage:“ Franzi, welche Spione kennst du?“, sofort antworten: „Die Russen, die Chinesen, die Amerikaner, die Türken, die Deutschen und wer weiß noch aller“. Eh klar…, und dass die Russen von nichts wissen ist auch klar. Sergei Wiktorowitsch Lawrow hat es ja unmissverständlich gesagt, dass die Russen vom bösen Spion keinerlei Kenntnis besitzen und dass diese ungehobelten Österreicher gefälligst den Dienstweg einhalten sollen und nicht gleich die Presse………….. Ein wenig peinlich für die Außenministerin, die noch vor ein paar Wochen den Hofknicks bei Putin geübt hat und für den russisch sprechenden Teil der FPÖ, der ja, wie bekannt, vertraglich an die russische Staatspartei gebunden ist. Also insgesamt eine recht lustige Situation, niemand weiß, was alle wissen.
Was aber die Sache wirklich gefährlich macht und mir persönlich im Magen liegt – einige kennen ja mein Geheimnis – ich habe vor ein paar Jahren eine Bunkeranlage aus Beständen des österreichischen Heeres erworben. Ich befürchte, dass die Russen jetzt wissen wo sie mich im Ernstfall finden können. Ich habe Angst, dass beim nächsten Kesselgulasch plötzlich eine SPEZNAZ–Einheit auftaucht und mitessen will und womöglich ist der Gudenus dabei…….

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