Wahnsinn mit Methode.

Im ehemaligen kommunistischen System der Sowjetunion lief man, wenn man sich als religiös zu erkennen gab Gefahr, dass man im einfachsten Fall Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bekam oder im schlimmsten Fall in der Psychiatrie landete. Religion – also der Glaube an einen imaginären Gott, denn noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat, verbunden mit rituellen Handlungen, um diesem imaginären Gott zu huldigen oder von ihm irgendetwas zu erbitten – verwies man im Sowjetreich in den Bereich der Geisteskrankheiten. Für alle Christen, Mohammedaner, Hindus etc. ist dies die absolute Wahrheit. Für einen echten Kommunisten war der Marxismus / Leninismus die absolute Wahrheit. Es liegt an einer gemeinsamen Übereinkunft einer Gesellschaft ob etwas als Sinngebend oder als Unsinn bewertet wird. Im Glaubenssystem von Scientology, einer typisch amerikanischen Religion und in Amerika als steuerbefreite Religionsgemeinschaft akzeptiert, gilt als Grundkonsens, dass der Operierende Thetan, Herzstück der scientologischen Lehre, das unsterbliche Wesen jedes Menschen, durch traumatische Erlebnisse und insbesondere durch Ereignisse vor Millionen von Jahren massiv in seiner Funktionsweise beeinträchtigt worden sei. Thetane sind laut Scientology älter als die Zeit und lebten weitab im Universum. Doch vor 75 Millionen Jahren lockte der tyrannische Herrscher Xenu sie in eine Falle, brachte sie auf die Erde, warf sie in Vulkankrater und sprengte diese mit Wasserstoffbomben in die Luft. Seitdem werden diese körperlosen Wesen in den menschlichen, physischen Hüllen wiedergeboren. Scientology-Technologien, insbesondere das Auditing, könnten die Funktionen des Thetan zumindest teilweise wiederherstellen. Erklärtes Ziel Scientologys ist es, damit das Leben des Einzelnen zu verbessern und ihm zu ermöglichen, mehr Geld zu verdienen. Im Kreis von Scientologen ist das die absolute Wahrheit. Wir haben jetzt eine Regierung, die unterschwellig mit Glaubensinhalten des Christentums zudem aber auch mit den Versatzstücken der nationalsozialistischen Rassenlehre ein ungutes Spiel betreibt. Zusätzlich wird die pseudoreligiös aufgebauschte Mär vom großen Austausch der europäischen Bevölkerung verbreitet. Der Moslem ist das Feindbild, der Gottseibeiuns der drauf und dran ist die europäische Bevölkerung aufzusaugen wie ein Schwamm und sie dann zu ersetzten. Es gibt in der FPÖ und bei allen mit dieser Partei in Beziehung stehenden Gruppierungen, und dazu gehören natürlich auch die Identitären, eine Übereinkunft, der gemäß es Menschen und Kulturen auf dieser Welt gibt, die schlechter sind als anderen Kulturen, vor allem der eigenen gegenüber inferior, und die man daran hindern muss, sich mit uns zu vermischen weil dann… was eigentlich geschieht? Darauf gibt es keine konkrete Antwort, was dann genau geschieht. Es gibt nur eine beständige unterschwellige Drohung. Du kommst in die Hölle, hieße das im Christentum. Schauen wir uns die Fakten an: In Österreich leben ein paar Tausend Flüchtlinge aus Syrien, Tschetschenien etc., viele auch aus Afrika. Sie sind vor Kriegen geflohen oder auch als Wirtschaftsflüchtlinge hier gelandet. Der Großteil dieser Menschen ist froh hier in Sicherheit zu sein, ein paar wissen nicht was sie hier in dieser Gesellschaft, die sich ihnen nicht unbedingt freudig öffnet, anfangen sollen und verzweifeln und andere haben andere Absichten, zum Teil wohl auch krimineller Natur. Insgesamt ist das in einem der reichsten Länder der Welt leicht in den Griff zu kriegen. Es gibt vor allem niemand in meinem weiten Umkreis, der durch einen Migranten ersetzt wurde (Schlagwort: der Große Austausch) oder dessen Arbeitsplatz verlorenging, weil sich dessen ein Migrant bemächtigt hätte und ich bin sicher, dass niemand so einen Fall kennt. Die Ausländer, denen in Österreich die meisten kriminellen Verfehlungen zugeordnet werden können sind nicht die Tschetschenen, sondern laut Statistik die Deutschen. Die Tschetschenen sind in Raufhändel und Messerstechereien verwickelt, meist geht es um Ehre oder derlei, für uns unbedeutende Begriffe. Dazu sollte man vielleicht auch wissen, was das tschetschenische Volk in den letzten hundert Jahren durchgemacht hat, dann begreift man, warum junge Tschetschenen sich ständig bedroht fühlen.(1)
Die Schwarzafrikaner wiederum werden generell als Drogenhändler eingestuft. Manche sind tatsächlich in diesem Metier tätig. Aber nicht weil sie faul sind und leichtes Geld machen wollen, sondern weil es oft die einzige Chance überhaupt ist, Geld zu verdienen. Aber es gibt mindestens genauso viele Österreicher die mit Drogen handeln. Das, um nur einige Beispiele zu nennen.(2) Was macht man aber daraus? Ein Großepos wie die Bibel, der Kampf der Guten gegen die Bösen und der Glaube, dass dieser Kampf notwendig ist, wird von den Rechten tagaus tagein gepredigt. Der Propagandaminister der FPÖ lässt keine Gelegenheit aus, Menschen zu diskriminieren. Wenn man heute versucht über Migration zu reden, dann ist man schon in der Bredouille denn rationale Argumente zählen bei den meisten nicht mehr. Etwas Religiös – Fanatisches ist an die Stelle der Vernunft getreten. Kann sich irgendwer erinnern, dass im vergangenen Jahr an einem einzigen verdammten Tag nicht von irgendeinem Regierungsmitglied etwas zum Thema gesagt worden wäre? Wie oft haben wir von der heroischen Schließung der Balkanroute gehört? Wie oft hat einer von den blauen Ariern das Thema strapaziert, vom Liederbuch bis zu den Ausreisezentren, von der Konzentration der Ausländer an einem Ort bis zu noch viel schlimmeren Aussagen. Wie oft hat ein Mölzer, ein Kickl, ein Gudenus und auch ein Strache, der sich ja jetzt als elder statesman gibt, den ganzen gehässigen und inhumanen Quatsch wiederholt und sich dann mit der ritualisierten Empörung eines Berufsbeleidigten dagegen verwehrt ins rechte Eck gestellt zu werden. Wie oft haben Medien wie unzensuriert, heute oder die Kronenzeitung diese Resentiments verstärkt und breitgetreten. Wir werden von diesen Menschen permanent mit einer Art unterschwelligem rassistischen Religionsunterricht beglückt. Und ich stelle mit Erstaunen fest, Personen, denen ich einen klaren Blick auf die Welt zugetraut habe, sind bereits umerzogen und nuscheln jetzt was von sozialer Ungerechtigkeit in den Bart, wenn es um die finanziellen Zuwendungen an Flüchtlinge geht und sind froh darüber, dass diese jetzt um 1,50 € wie Sklaven arbeiten sollen. Da kann man nur fragen: Habt ihr sie noch alle? Seid ihr tatsächlich der Meinung, dass für Menschen unterschiedliche Menschenrechte gelten sollen. Wollt ihr lieber sehen, dass Kinder auf der Straße betteln und vor Hunger nicht schlafen können. Würde das eurem Bedürfnis nach rassischer oder kultureller Überlegenheit gut tun? Seht ihr nicht, dass wir schon wieder von denselben Narren, an denen Aufklärung, Humanismus und moderne Wissenschaft spurlos vorbeigegangen sind, gegängelt werden? Seht ihr nicht, dass die gemeinsame Übereinkunft darüber, was es bedeutet ein Mensch zu sein, und sich menschlich zu benehmen, langsam aber stetig aufgeweicht wird und sich Geringschätzung und Haß bei uns einschleichen?

Ich hab mir, weil ich neugierig bin, eine Genanalyse machen lassen und festgestellt, dass ich nicht nur in Österreich, sondern auf der ganzen Welt Verwandte habe. Das Ergebnis ist wie folgt:
Ich bin 62,8% Nord- bzw. Westeuropäer. Davon entfallen 45,2% auf Westeuropa und Skandinavier bin ich zu 17,6%. Zu 28,2% stammen meine Gene aus dem Süden Europas und zwar aus Italien, 22,4% und aus Griechenland 5,8%. Aber 9% meiner Gene kommen aus Osteuropa. Davon 8,0% vom Balkan, und Balte bin ich zu 1,0%. Ich bin also ein Viertelsüdländer und ein Zehntelbalkanese.(2)
Ich gebe das hier bekannt, falls mich einmal jemand wegen meiner Rasse verfolgen und eventuell abschieben möchte. Derjenige muss sich allerdings entscheiden welcher Genanteil dann für die Abschiebung verantwortlich sein soll, es muss ja alles seine Ordnung haben. (Ich tippe aber darauf, dass mir am ehesten die Balkanconnection einer meiner Ur- Ur Ur Ur Ur Ur Ur- Großmütter zum Verhängnis werden wird).

1.https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Tschetschenischer_Konflikt

2.Demgegenüber stehen 1075 (tausendfünfundsiebzig) rechtsextreme Delikte im vergangenen Jahr, über die die Öffentlichkeit eigenartigerweise kaum unterrichtet wird. Oberösterreich ist übrigens Spitzenreiter bei der Wiederbetätigung im nazionalsozialistischen Sinn. Die stille Übeinkunft, dass man jetzt wieder die Nazisau rauslassen kann, ist scheinbar gerade wieder dabei konsensfähig zu werden..

2. Ich denke das ist ein durchschnittliches mitteleuropäisches Genverteilungsmuster, das in ähnlicher Form 80% aller Österreicher haben, weil in unseren Genen auch unsere Geschichte geschrieben steht.

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