Rote Linien

Der Begriff von der roten Linie, der jetzt ständig in den Beteuerungen von Kurz und Co. zu hören ist, ist ein klassisches Beispiel für leere politische Rhetorik. Irgendeine Konsequenz aus der täglichen Überschreitung roter Linien gibt es nicht. Sebastian Kurz gibt sich immer wieder dramatisch und zieht hier eine und da eine und dort auch noch eine. Strache beeilt sich diese Linienziehung öffentlich sofort als Conditio sine qua non für seine Parteimitglieder zu apostrophieren, um mit einem süffisanten Grinsen, die Linien zu überschreiten, wo und wann es ihm passt. Die täglichen Einzelfälle knapp unter oder über der roten Widerbetätigungslinie, die vielen Lügen im Zusammenhang mit den Identitären sind ein beredtes Zeugnis dafür. Die Überschreitung einer weiteren und viel wichtigeren roten Linie, nämlich die Grenze für den CO2 Ausstoß, hat die Regierung ebenfalls ohne mit der Wimper zu zucken hingenommen. 6 Milliarden Euro müssen wir dafür zahlen und etwas das man Umweltpolitik nennen könnte, ist in Österreich weder vorhanden noch in Sicht und von dieser Regierung auch nicht zu erwarten, zu sehr stehen die Interessen des Kapitals im Vordergrund. Wir sind dabei den Planeten rigoros zu zerstören und auszuplündern und niemand scheint das wirklich zu bewegen. Ich befürchte, die nächste rote Linie ist die vor dem Abgrund.

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