Räuberhauptmann Grasl

Wieder einmal sind wir Österreicher unter die Räuber gefallen. Wieder einmal sind wir mitten drin in einem FPÖ Skandal, der sich immer mehr auch zum ÖVP Skandal entwickelt. Was da alles gelaufen ist, in der kurzen Zeit ihrer Regierung, haben FPÖ und ÖVP versucht, mit allen Mitteln zu verheimlichen. Aber jede Malversation die von mehr als zwei Personen betrieben wird, fliegt üblicherweise früher oder später auf, vor allem, wenn die daran Beteiligten eigentlich strohdumm sind. Anzunehmen, dass in der FPÖ nur Strache und Gudenus derart amoralische Individuen sind und Hofer, Vilimsky etc. zu exkulpieren, halte ich in der derzeitigen Situation für einen unverzeihlichen Fehler. Jetzt stehen Anklagen wie Handel mit Kokain zur Debatte, Betrug, Bestechlichkeit und und und. Wie glaubwürdig ist es, dass der Rest der Partei davon nicht informiert war? Wie glaubwürdig ist es, dass das alles nur eine Schmutzkampagne gegen die armen Hascherl ist? Dass in einem Land wie Österreich immer wieder die korruptesten und gierigsten Schlitzohren an die Macht kommen, die dann Dinge tun, die alles was im Restbalkan geschieht, wie einen Kinderfasching aussehen lassen, ist unfassbar. Aber alles war vorhersehbar, alles haben wir Wähler schon einmal erlebt unter Schüssel mit Strasser, Grasser, Maischberger und wie sie alle hießen. Damals wurde ein Gutteil des Staatseigentums verhökert und dabei kräftig mitgeschnitten. Jetzt wird auch der Rest noch an den meistbietenden verkauft. Die FPÖ ist, so könnte man langsam vermuten, keine Partei, sondern eine Vereinigung von potentiellen Straftätern, die sich als Partei tarnt und raffiniert wie jeder Betrüger, seinen Opfern etwas vortäuscht, mit der Absicht über ein politisches Mandat, Staatsposten zu erlangen, zum Zwecke der persönlichen Bereicherung. Wenn es dann eine Räuberhauptmann Grasl erwischt, steht schon der nächste in seinen Fußstapfen und alle tun, als wären sie Robin Hood. Die türkise Chlorgaswolke, die sich über alles gelegt hat, erweist sich in all diesen Belangen als höchst kooperativ und ist eine effiziente Verlängerung des Armes der Wirtschaft. Gut bestückt mit jungen Karrieristen, denen der Staat persönlich am Arsch vorbei geht, die aber bereit sind, für viel Geld die widerlichsten Dinge zu tun. Ob es die andauernde und bewußt mit Lügen untermauerte Diskriminierung von Menschen und damit die Spaltung der Gesellschaft ist, oder ob sie direkt den Reichen noch mehr Reichtum verschaffen und wie im Fall KTM, einem Millionär Millionen schenken, ohne, dass es dafür auch nur die geringste Rechtsgrundlage gibt. Eigentlich müssten wir alle auf die Straße gehen und zeigen dass wir das in keiner Weise hinnehmen. Eigentlich dürfte eine Partei wie die FPÖ nie wieder einen Sitz im Parlament bekommen. Eigentlich dürften wir den Beteuerungen der ÖVP nicht den geringsten Glauben schenken. Dass da gelogen wird, dass sich die sprichwörtlichen Balken biegen, ist so offensichtlich wie logisch.
All das ist so widerlich, so unaussprechlich widerlich.
Statt das zu tun, wofür sie gewählt wurden nämlich dringend notwendige Maßnahmen, wie die Verkehrssituation endlich zu verbessern, oder effiziente Maßnahmen für den Klimaschutz zu initiieren, statt zu überlegen wie das Wohnen leistbar bleibt oder was zu tun ist, dass sich das Arbeiten lohnt, ist ihre einzige Überlegung: Wie kann man den Staat am besten plündern.

Ein Gedanke zu “Räuberhauptmann Grasl”

  1. Sehr treffend erfasst, die besten Klienten für unsere Justiz sind unsere Politiker, um unser hart erarbeitetes Steuergeld lässt es sich leicht Prozesse führen, ein Normalverdiener könnte sich das gar nicht leisten. Wir wandern schon für geringe Verfehlungen ins Häfn.

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