Nudelmaschine

Bei der momentanen Entwicklung – also dem lemminghaften Zug der Grünen in die Arme der Türkisen – könnte man natürlich auf die Idee kommen, der Titel Nudelmaschine hätte in diesem Zusammenhang eine süffisant- metaphorische Bedeutung. Ist ja auch so – wenn man sich ansieht, wie das Thema „Bildung“, das immer ganz oben stand bei den Grünen, behandelt wurde, und ein paar andere grundlegende Themen nach den Verhandlungen ihre Form verändert haben……
Aber hier geht es um etwas viel Besseres. Um die tatsächliche Herstellung von Teigwaren mit einer Nudelmaschine. Die Italiener, die die Nudel von den Chinesen übernommen haben – angeblich hat sie Marco Polo mitgebracht – haben wohl als erste die maschinelle Herstellung erwogen und als Konsequenz dessen gibt es inzwischen eine beträchtliche Anzahl handlicher und günstiger Geräte. Ich bevorzuge die italienischen, die handbetriebenen Nudelmaschinen, die um knapp 50 Euro im Fachhandel erhältlich sind. Nichts ist meditativer als aus einem Klumpen Teig in aller Ruhe die eigenen Spaghetti oder Tagliatelle entstehen zu lassen oder hauchdünne Teigblätter für Lasagne herzustellen.

Teigtascherl mit Salbeibutter

Für den Teig
20 dkg Hartweizengrieß, 10 dkg Weizenmehl, 3 Eier gründlich miteinander verkneten, in eine Folie wickeln und ca. eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Für die Salbeibutter
15 frische oder getrocknete Salbeiblätter (Die Kälte komm angeblich erst im Februar, ich hab noch frischen Salbei im Garten), ein paar Nadeln Rosmarin, evt. auch Zitronenthymian, eine Knoblauchzehe, 1/8 kg Butter.

Für die Fülle
4 mittelgroße Kartoffeln, 1 mittelgroße Zwiebel, ein Bund Schnittlauch, eine kleine Stange Lauch, 10 dkg feingeschnittenen Parma- Schinken oder vergleichbares. Salz, Pfeffer, Muskatnuss.

Die Kartoffeln weichkochen, Zwiebeln und Lauch kurz in wenig Olivenöl anschwitzen. Die Kartoffeln zerdrücken und mit Lauch, Zwiebeln, reichlich geschnittenem Schnittlauch und dem Schinken vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Ein Eidotter dazu geben. (Das Eiklar verwenden wir zum Bestreichen der Teigränder, wenn wir die Tascherl befüllt haben).

Aus dem Teig eine ca. 5cm dicke Rolle formen, dann 3cm breite Stücke abschneiden und mit der Nudelmaschine in ca. 10 cm breite Streifen transformieren. (Stufe 6 bei den meisten Maschinen, oder maximal 2 mm dick, wenn man es mit dem Nudelholz macht, was zugegeben auch geht, aber weniger Stil hat.)

Dann mit einem Ausstecher 8 bis 10 cm große Kreise ausstechen und  jeweils einen knappen Teelöffel Fülle in die Mitte des Kreises. Die Ränder mit dem Eiklar sehr dünn bestreichen, eventuell ein wenig antrocknen lassen und dann zusammenlegen und fest anpressen. Bei den angegebenen Mengen sollten etwa fünfunddreißig bis vierzig halbmondförmige Täschchen entstehen. Reicht für vier bis fünf Personen.

Die Butter bei wenig Hitze in einer Pfanne schmelzen lassen und die Hitze weiter reduzieren, sobald sie geschmolzen ist. Salbei, Rosmarin und die halbierte Knoblauchzehe in der heißen Butter einige Minuten ziehen lassen. Die Teigtaschen in Salzwasser 10 Minuten kochen. (In vielen Rezepten steht bei frischen Nudeln zwei Minuten, das führt aber bei diesem Teig dazu, dass die Nudeln noch ziemlich hart sind. Also zehn Minuten und vorher mal probieren! Dann in einer großen erwärmten Schüssel mit der Salbeibutter übergießen, mit viel frischem Schnittlauch und reichlich Parmesan bestreut servieren.

Don’t worry be happy

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