Vertrauen ist gut……………….

Unser aller Zusammenleben basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wir sind eine zivilisierte Vertrauensgesellschaft. Wenn ich aus dem Haus gehe, kann ich darauf vertrauen, dass mir keiner meiner Nachbarn einen Prügel über die Rübe zieht und dass das Brot beim Bäcker keine Sägespäne oder Mehlwürmer enthält. Wir alle vertrauen auch darauf, dass alle Mitglieder der Gesellschaft sich an mehrheitlich als richtig erkannte Vorschriften halten, auch wenn wir diese oft nicht ganz einsehen. Das beginnt bei Tempo 130 auf der Autobahn, geht über die kollektive Übereinkunft, dass wir für die Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen Steuern einheben müssen, bis hin zum Mund/Nasenschutz in diesen ach so anstrengenden  Zeiten. Wir sind jetzt seit Februar 2020  auf einem ungewissen Trip in zum Teil unbekannten Gewässern und eine Welle nach der anderen geht über uns hinweg und niemand weiß so recht, wie man damit umgehen soll, wenn die Zahlen der Erkrankten ansteigen und gleichzeitig die Einschränkungen als erdrückend empfunden werden. Wir reißen das Steuer einmal hart nach Backbord und dann wieder nach Steuerbord, ein Schlingerkurs ist das Ergebnis. Wir fragen auch schon gar nicht mehr, wieso die Erkrankungszahlen eigentlich immer wieder in die Höhe schnellen, obwohl wir uns alle an die Vorschriften halten. Zumindest gehen wir davon aus, dass alle……….. Aber ganz offensichtlich ist das nicht der Fall, denn dann müssten nicht nur nach den österreichischen Erfahrungen, sondern auch nach international gesammeltem Wissen eine rasche Kontrolle und Eindämmung der Pandemie möglich sein. Tatsache ist, dass wir immer noch so viele Ansteckungen haben, dass eine Clusterverfolgung gar nicht mehr möglich ist. Etwas, was am Anfang der Pandemie als Erfolgsrezept gegolten hat und auch durchaus möglich schien, um dem Geschehen Einhalt zu gebieten, ist schier unmöglich geworden.  Aber wenn bei einem Saufgelage im Studentenheim um die hundert Leute zusammenkommen oder Erkrankte mit minimalen Symptomen einkaufen gehen und wissend, dass sie infektiös sind, Freundinnen besuchen, haben wir ein Problem. Wenn es möglich ist, ohne jede Kontrolle im Privatjet nach Südafrika zum Golfen zu fliegen und eine Virusmutation mit nach Hause zu nehmen, dann haben wir ein Problem. Wenn FPÖ Gemeinderäte prinzipiell ohne Maske zur Gemeinderatssitzung erscheinen, weil das Parteilinie ist  und ein Attest vorweisen, dass sie keine Maske tragen können, obwohl sie sonst bei der Feuerwehr mit schwerem Atemschutzgerät  trainieren, dann haben wir ein Problem. Wenn Mütter ihre Kinder nicht zur Schule schicken oder den Test verweigern, weil sie der Meinung sind, mit dem Nasenbohrer- Test wird ein Chip in die Nase implantiert, dann haben wir ein Problem. Wenn am Sonntag vor der Eisdiele dreißig Leute ohne Maske dicht an dicht um ein Eis anstehen, dann haben wir ein Problem. Wenn wir nicht darauf vertrauen können, dass sich alle an die Regeln halten, dann haben wir ein Vertrauensproblem. Und gerade die, die am meisten schimpfen, sind offensichtlich die, die am wenigsten denken.

Alle angeführten Beispiel beruhen auf eigenen Recherchen oder bereits publizierten Tatsachen.

Ein Gedanke zu “Vertrauen ist gut……………….”

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