Mangelwirtschaft

Es ist erstaunlich wie die meisten europäischen Staaten (außer England)  an den Problemen der Pandemie, vor allem aber an der raschen Durchimpfung ihrer Bürger gescheitert sind.  Das liegt in vieler Hinsicht wohl an der neoliberalen Durchdringung unseres Wirtschaftssystems in dem man auf weltweite Lieferketten gesetzt hat, weil sich durch Produktion in Billigländern der Profit steigern lässt. Dazu kommt, dass die Anbieter von Impfstoffen natürlich strategisch denken und die Länder  unter Ausnützung der Knappheit – Angebot und Nachfrage – bei der Bestellung in eine Konkurrenzsituation zwingen können. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg des ausgetretenen United Kingdom, das nach anfänglichem Zaudern vorexerziert wie man mit einer weltumspannenden Krise umgeht und einen deutlichen Vorsprung bei den Impfungen  gegenüber der EU hat. Vielleicht lernt man ja  aus dieser Blamage. Vielleicht überlegen sich die Politiker langsam, wie ein Wirtschaftssystem, das allen dient und nicht einzelne zu Milliardären macht, beschaffen sein muss, damit die Vorteile einer staatenübergreifenden Gemeinschaft für jeden Europäer spürbar werden.

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