Eitel Wonne

Es gibt  auch noch Lichtblicke in der Pandemiezeit. Die Pressekonferenz zum Thema Impfpflicht war so ein Lichtblick. Auch wenn man etwas unsicher ist, wie man die Gemengelage tatsächlich einordnen soll und ob es wirklich ein Lichtblick ist. Man hatte nämlich den Eindruck, dass da ein paar Regierungsmittglieder in den Honigtopf gefallen sind. Worte wie „…..Du, liebe Beate … „ aus dem Mund von Karoline Edtstadler in Richtung Neos Chefin Beate Meinl- Reisinger, sind bei der sonst eher unzugänglich wirkenden Verfassungsministerin ungewohnt. Auch der Gesundheitsminister von ausgeprägter Vornehmheit und alle zusammen betonen  die gute Zusammenarbeit mit der SPÖ Chefin Rendi-Wagner, die leider nicht teilnehmen konnte. Zudem ist von ausgestreckten Händen in Richtung FPÖ die Rede. Hier gibt es noch Widerstand, aber man hat das Gefühl Kickl kratzt die Kurve. Notgedrungen, denn langsam durchschauen auch eingefleischte Fans das Spiel.   Er betont im vorhergegangenen Interview zu meiner Überraschung, dass er ja niemals gegen die Impfung war, sondern nur gegen die Impfpflicht und stellt auch die Aussage seiner aus dem Ruder gelaufenen Gesundheitssprecherin Belakovich richtig, die er als verunglückte Formulierung abtut. Natürlich liegen nicht lauter Geimpfte in den Intensivbetten, muss er zugeben. Womöglich reagiert er aber auf internen Druck. Nicht alle FPÖ-Funktionäre  können sich langfristig gegenüber einem Teil ihres Klientels, dem Geschäfte wichtiger sind als ein paar Wählerstimmen von Spinnern, mit unwissenschaftlichen und der Realität widersprechenden Argumenten verantworten. An vorderster Front der dreifach geimpfte Andreas Mölzer, der einer Impfpflicht durchaus zustimmend gegenübersteht.   

Aber der Grundtenor, das hat auch Karl Nehammer schon gezeigt, ist harmonisch. Sind die eisigen Herzen, seit der böse Zauberer Kurz zurückgetreten ist bei der ÖVP etwa aufgetaut? Es wäre ein Weihnachtswunder. Dazu passend schüttet Frau Holle gerade vor meinem Fenster ihre Kissen aus. Da können wir getrost der Ankunft jüdischer und arabischer Migranten entgegensehen, die spätestens am 24. Dezember wieder in unseren Wohnzimmern heimisch werden.

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4 Gedanken zu „Eitel Wonne“

  1. ich bin von mir selber überrascht, da eine gewisse Zufriedenheit zu verspüren. vielleicht hat da diesmal doch eine gewisse Vernunft Oberwasser bekommen.
    die „Grünen“ sehe ich als Stabilitätsfaktor. „NEOS“ auch als positive wichtige Kraft im Lande. SPÖ unterstützt. gutes Vorbild Wien. das wäre ja das Wunschszenario, dass alle gewählten Parteien, gemeinsam an der Bewältigung der Krise arbeiten.
    klingt zu schön?
    klar: Obacht! aufmerksam verfolgen! hinterfragen! überprüfen!
    Kritik ja, Mieselsucht nein. Nehammer ist nicht Kurz. schau ma, dann werden wir sehen!

    Gefällt 1 Person

  2. Die Dame heisst „Bela…“, nicht „Berla…“, was vielleicht nicht so schlimm wäre, gäbe es nicht auch einen Abgeordneten mit zweitgenannter Schreibweise.

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