Die neue Impfempfehlung

 

Wir impfen Menschen jetzt seit gut 200 Jahren und haben damit mehr Erfahrungen als mit sonst einer modernen Therapie. Allein die Tatsache, dass die Grundlagenforschung uns innerhalb eines Jahres neue Impfstoffe zur Verfügung stellt, sollte eigentlich jedem klar machen, welches Knowhow hier vorhanden ist. Trotzdem verweigern viele „aufgeklärte“ Mitteleuropäer die Impfung aus zum Teil irrationalen Gründen.  Nicht nur in Österreich, auch in Bayern gibt es Probleme. Von 31000 , die in München am Isar Klinikum zur Corona-Impfung angemeldet waren, haben sich nur 9866 Personen eingefunden. Fast ausschließlich Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen in Kindergärten sind die Impfverweigerer. Was will uns eine der wichtigsten Berufsgruppe des Landes – mit Vorbildwirkung – damit sagen ? Was wissen die, was wir Ärzte nicht wissen? Gibt es dort eine Geheiminformation unter den Pädagogen oder neigen sie vielleicht doch eher den Verschwörungstheoretikern zu? Ich will jetzt nicht alle gängigen Vorurteile gegenüber Lehrern ausbreiten, denn es gibt auch Mediziner, die – obwohl naturwissenschaftlich ausgebildet –  meinen, vor nicht näher definierten Gefahren warnen zu müssen oder in ihren Aussendungen (z.B: Ärzte für Aufklärung) eine weltweite Pandemie mit mehr als 3 Millionen Todesopfern bagatellisieren  – Coronaviren sind Erkältungsviren. Das ließe dann vermuten, dass derzeit in Indien täglich 3000 Menschen an Erkältungen sterben. Was die Kollegen bewegt, sich zu den Aluhutträgern zu gesellen,  bleibt offen. Bei den Lehrern ist es klar, Lehrer wissen einfach alles.                                                            

Um die Impfstrategie der Länder auf eine neue und erfolgreiche Schiene  zu bringen, schlage ich deshalb folgende Änderungen und Ergänzungen sowohl bei den Impfstoffen als auch den Impfangeboten  und vor allem bei deren Präsentation vor. Wenn es der Fernsehwerbung gelingt, ein nutzloses Präparat nur mit den Berichten älterer Damen über ihr Flatulenzen, erfolgreich zu verkauft, sollte eine entsprechend aufbereitete Information über Impfungen, die auf das Zielpublikum zugeschnitten ist, ebenfalls zum Erfolg führen. Da die Regierung pro Monat durchschnittlich 4,3 Millionen Euro für Eigenwerbung ausgibt, wäre es vielleicht auch sinnvoll,  mein Projekt mit einem Bruchteil davon zu unterstützen. Für mich selber will ich gar nichts, ich freu mich aber, wenn die Impfungen dann angenommen werden.

Also: Der Impfstoff für Lehrer heißt zukünftig nicht mehr Covid Vakzination (Astra oder Pfizer) sondern Covid vacation. Er ist nur für Lehrer. Alle anderen bekommen eine Vakzination. Jeder Lehrer, der sich impfen lässt, bekommt drei statt zwei Monate Sommerferien und wird obendrein zum Oberschulrat befördert. Zusätzlich wird der Mitgliedsbeitrag bei CLV und  SLÖ für ein Jahr ausgesetzt.                                                                                                                  Eine Impfung der Mitglieder der sozialen Heimatpartei sowie deren Demo-Kollegen aus dem Esoterikbereich und dem Kreis der spirituell Erwachten sollte mit der vom deutschen Arzt Dr. M. Engele entwickelten Vakzine unter dem Namen Vadolf 19-1   angeboten werden. Die entsprechende Impfung  für Kinder heißt später dann Covid Blondie. Jedes Kind bekommt einen kleinen Schäferhund der Firma Steiff, jeder Erwachsene ein braunes Stoffpferd. Ich bin sicher, das kommt an.                       

Für alle, die  die Antennen ihres Aluhutes eher gen Russland gerichtet haben, wird es eine Austriaversion von Sputnik geben. Der Name ist noch nicht ganz klar, sollte aber entweder  Sputnik A oder Vaktsinatsiya brat’ya Putin heißen.(Вакцинация брата Путина) Und unter allen Geimpften wird ein Abendessen mit Putin in seiner kleinen Datscha in Gelendschick verlost. Unser Außenminister wird das sicher einfädeln können.                                                                                     

Alle Gegner von Nanopartikeln (auch diejenigen, die nicht wissen was Nanopartikel bedeutet, aber Gegner sind) bekommen eine Impfung mit einem biologischen Impfstoff von der Goiserer Alm, für den der dortige Bergbauer samt seinem Schweinderl seine Hand ins Feuer legt. Stichwort .. ja, natürlich….                                                                                                                                  

Homöopathisch orientierte  Menschen sollten die Biontec D30 Corona Nosode, die ein Wiener Apotheker bereits im Programm hat, versuchen. (Siehe unten…. auch Apotheker wissen alles, darum bin ich dafür, dass man sie auch Zecken impfen läßt – im Wald). Garantiert nebenwirkungsfrei, denn bei dieser Verdünnung ist nichts mehr vom Impfstoff da,  dafür ist aber die gesamte Impfinformation dadurch, dass die Nosode 30x Richtung Erdmittelpunkt verschüttelt wurde, dermaßen verstärkt, dass man mit einem Tropfen 20 Leute impfen kann.                                   

Natürlich gibt es noch ein paar Randgruppen aus den links-  und rechtsintellektuellen Lagern, die zwar alle was anderes studiert haben, aber sich gerade deshalb besonders gut in der Medizin auskennen. Deren Impfskepsis also vorwiegend auf intuitivem Wissen (auch Bauchgefühl genannt) basiert. Die sind am schwersten zu überzeugen.  Wie soll man jemandem, der von etwas keine Ahnung hat, erklären, dass das,  was er für Wissen hält, auf einer Kette von Denkfehlern beruht, die bei seiner Art zu denken zwangsläufig entstehen ? Aber da lass ich mir auch noch was einfallen.

 

Geheimtipp gegen das Corona-Virus: Apotheke empfiehlt „Globulis lutschen“ – Stiftung Gurutest – derStandard.at › Diskurs

Coronavirus München: Stadt stoppt Impfaktion für Lehrer – München – SZ.de (sueddeutsche.de)

Impfmisere

Ein Kollege berichtet, dass in OÖ. vorgestern bei einer  Impfstraße  an die 1000 Impfdosen zur Verfügung standen, aber nur 90 Personen zur Impfung gekommen sind, weil das Serum von Astra Zeneca  verimpft wird.  In einer weiteren Impfstraße standen mehr als 300 Dosen davon zur Verfügung und gerade ein paar Leute sind kommen. Ein anderer Kollege berichtet aus Wien, dass eine Mitarbeiterin sich nur mit Sputnik impfen lassen will, eine andere dafür nur mit Biontec. Die eine stammt aus Russland, die andere aus Deutschland.

Es eine unglaubliche Leistung  der Wissenschaft, innerhalb eines Jahres gleich mehrere hochwirksame Impfstoffe zu entwickeln und trotz widriger Umstände weltweit zur Verfügung zu stellen. Es ist aber auch eine Meisterleistung  inkompetenter  Politiker, in Zusammenarbeit mit der Boulevardpresse und den Idiotenversammlungen im Internet, diese Impfungen zum Teil derart im Misskredit zu bringen, dass die Leute offensichtlich lieber das Risiko an Covid zu sterben auf sich nehmen als zur Impfung zu gehen. Wir sind in einer weltweiten Pandemie und mehr als 3 Millionen Menschen sind an der Krankheit gestorben, mindestens 150 Millionen sind erkrankt. Dunkelziffer unbekannt. In Österreich erkranken derzeit täglich an die 2000 Personen neu an der Krankheit. Tausende leiden jetzt in der Folge an dem, was man Long-Covid-Syndrom nennt.  Das Risiko für immer neue Mutationen – wie derzeit in Indien, wo nicht mehr genug Holz da ist, um die Leichen zu verbrennen  – nimmt mit jedem weiteren Erkrankten und jedem weiteren Tag zu. Die Lockdowns – auch wenn manche zu dumm sind, um das zu  verstehen – haben in vielen Ländern zumindest verhindert, dass das Gesundheitssystem zusammen bricht, aber die Wirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen.  Die einzige Chance, da heraus zu kommen, ist so rasch wie möglich zu impfen.

Aber was tun die Leute? Statt solidarisch zu handeln, beklagen sie sich einerseits wortreich über die Zumutung eines Lockdowns und fühlen sich „freiheitsberaubt“, andererseits  möchte jeder – wenn schon impfen – dann eine Extrawurst. Das Kollektiv interessiert nicht, nur die eigenen verqueren Interessen zählen.  Wie wichtig sich alle diese Egomanen nehmen, setzt einen in Erstaunen. Jeder ist offensichtlich davon überzeugt im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. Gleichzeitig  lassen sie  sich aber von geistig Minderbemittelten beschwatzen,  die besser im Mittelalter bei der Inquisition aufgehoben wären als im 21. Jahrhundert.

Der Astra Zeneca Impfstoff ist hochwirksam. Aber wie immer am Anfang eines solchen Geschehens wird der Verlauf von den damit befassten Wissenschaftlern kritisch begleitet und die Eventualität einer möglichen schweren Nebenwirkung in Betracht gezogen. Anders geht es nicht. Das war von der Pockenimpfung über Polio bis zu HPV Impfung  immer das Gleiche. So funktioniert Wissenschaft. Und wenn vereinzelt Risken auftauchen muss man klären, ob diese Risken ursächlich mit der Impfung zu tun haben.  Dass in ganz seltenen Fällen vorwiegend bei jungen Frauen Thrombosen entstehen, weiß man inzwischen. Man weiß auch, wie das zu behandeln ist und damit ist die Gefahr eigentlich auch schon gebannt. Dass die Wahrscheinlichkeit, eine Thrombose durch die Einnahme der Antibabypille zu bekommen, wesentlich höher ist als durch die Impfung, sollte sich herumgesprochen haben. Aber was nimmt man nicht alles für ein glückliches Sexualleben in Kauf. Und die Wahrscheinlichkeit bei einer Infektion mit COVID 19 an einer Thrombose zu erkranken ist um ein Vielfaches höher ist als bei einer Impfung. Aber  leider gehen viele Menschen nicht logisch an so einen Sachverhalt heran,  sondern emotional. Meine dringende Empfehlung:Impfen lassen, egal womit……….          

Ein weiteres Paradebeispiel für Vorurteile ist auch der russische Impfstoff Sputnik.  Sollte der eine Zulassung bekommen, würden ihn die meisten Österreicher vermutlich ablehnen, ohne einen anderen Grund dafür zu nennen als die russische Provenienz. Vielleicht sollte man wissen dass die erste weltweit einsetzbare Grippeimpfung von Anatoli Alexandrowitsch Smorodinzew  im Jahr 1932 entwickelt wurde. Er war ein brillanter Wissenschaftler und  leitete ab 1938 die Abteilung für Viren und Virologie am Unionsinstitut der Versuchsmedizin der Sowjetischen Akademie der Heilwissenschaften. Er hat mit seinen Mitarbeitern  Impfstoffe gegen Polio, Masern, Mumps und FSME entwickelt. Die Russen  gehören, was Impfstoffe betrifft, zu den weltweit führenden Nationen.  Dass sie den ersten Covid Impfstoff auf den Markt gebracht haben, wundert nur uns.

Hauen und Stechen

Nun gibt es Zoff bei den Blauen. Hofer gegen Kickl. Die Messer sind gewetzt, aber das große Stechen ist noch aufgeschoben. Gegenüber der Öffentlichkeit wird kalmiert und mit der  FFP2 Maske, die Kickl im Parlament ablehnt, Einigkeit simuliert.  Es geht um die Macht in der Partei. Um Macht und Posten. Aber die Fraktionen taktieren noch und wollen sich nicht zu früh für oder gegen einen der möglichen Gewinner entscheiden. Denn davon hängt letztlich auch die eigene Zukunft ab. Wehe, wenn man auf das falsche Pferd setzt.

Wie es die FPÖ schafft, nach Skandalen durchwegs rasch wieder auf die krummen Beine zu kommen und ihren führenden Leuten gut bezahlte Arbeitsplätze im österreichischen Parlament zu verschaffen, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Wie kann man die FPÖ Skandale so schnell vergessen? Jenen in Kärnten, der dem Land Milliarden gekostet und zahlreiche FPÖ-Politiker wegen Korruption vor den Richter gebracht hat. Oder Ibiza, wo überhaupt alle Masken gefallen sind und erkennbar wurde, dass Korruption zur DNA der Partei gehört. Charismatische Führungskräfte – was eine mögliche Erklärung wäre – hat die Partei auch nicht. Weder der immer ein wenig selbstgefällig und einfältig wirkende Norbert Hofer noch Herbert Kickl, der in seiner fanatischen Durchtriebenheit an den gnomenhaften Gollum im Tolkien Epos „Der Herr der Ringe“ erinnert, sind Charaktere, die man in einer seriösen Firma als Führungskräfte beschäftigen würde. Was bringt also bald wieder 20 % der Österreicher dazu, diese tendenziell faschistoiden Provinzschauspieler zu wählen?                                                                                     Es muss wohl so sein, dass sie eine Art Stellvertreter für die finstere Seite der Spießbürger darstellen. Ein Ausdruck, ein Spiegel der Schattenseiten und somit die lebendig gewordene Projektionsfläche für die tief in ihren Wählern versteckten negativen Emotionen. Frustration und narzisstische Kränkung, in einer auf gnadenlose Konkurrenz getrimmten Gesellschaft, führen zu Kompensationsmechanismen wie Selbstüberhöhung und Rassedünkel, die das verlorene innere Gleichgewicht stabilisieren, das wissen wir aus der Psychologie. Dazu kommt in den einschlägigen Familien eine quasi religiöse Indoktrination von Kindesbeinen an. Siehe Jörg Haider, Johann Gudenus und viele andere. Viele FPÖ Politiker kommen aus Familien mit NS-Vergangenheit.  Wie alle rechten Parteien haben sie kaum Kompetenzen, weder in der Wirtschaft noch im Sozialbereich. Dafür bedienen sie die chauvinistischen, oft rassistischen Vorurteile, die sie mit ihrer Wählerschaft teilen. Genau dieses Potential stumpfsinniger antimoderner Borniertheit nutzen die rechten Populisten immer wieder. Aber das wirklich Erschreckende ist, dass dieses Potential seit mindestens hundert Jahren immer gleich groß geblieben ist.  Das zeigt, dass die Gesellschaftspolitik in Österreich vollkommen versagt hat. Dass ein christlich sozialer Politiker wie Sebastian Kurz mit seiner türkisen Bewegung, mit der er sich bewusst klar und deutlich von der früheren ÖVP abgrenzt, auf dieselben Mechanismen setzen kann, die gleichen Ressentiments bedient und damit Wahlen gewinnt und trotzdem immer noch genug für die FPÖ übrig bleibt, ist erschreckend und Hinweis darauf, wie groß und unerforscht die Schattenseiten der österreichischen Gesellschaft sind. Im vergangenen Jahr hat es 585 gemeldete antisemitische Übergriffe inklusive Messerattentat auf einen Rabbiner in Österreich gegeben. Heute wird in mehreren Zeitungen darüber berichtet. Morgen gehen wir zur Tagesordnung über.

Hinter uns die….

Jetzt hoffen wir alle, dass alles bald wieder normal wird. Aber was ist normal? War das, was wir vor der Pandemie getan haben,  normal?  Oder haben wir in unserer Gier nach Leben und Konsum die Kollateralschäden für Natur und Umwelt einfach zur Norm erklärt? Werden wir trotz aller Menetekel wieder zu dieser „Norm“ zurückkehren und den Weg weiter gehen wie bisher? Es wird wohl so sein, denn unglücklicherweise ist die Rettung in Sicht, zumindest macht man uns das glauben.  Ein Silberstreif am Horizont. Die Amerikaner und die Chinesen beschließen gerade in Sachen Umwelt entschlossene Schritte zu unternehmen und vor allem in dieser Hinsicht zusammenzuarbeiten. Elon Musk hat gerade einen mit 100 000 Dollar dotierten Preis gestiftet.  Der  Tesla-Chef und Milliardär kündigt diesen Preis für innovative Technologien zur Bekämpfung der Erderwärmung an. Ziel der „XPRIZE“-Ausschreibung soll eine praktikable Lösung zur Entfernung  von CO2 aus der Atmosphäre sein. Die Wettbewerbsteilnehmer müssten einen Plan entwickeln, wie Kohlenstoff nicht nur entfernt, sondern mindestens 100 Jahre gebunden werden kann.                                                                                         

Weltweit werden  Investitionen in neue Technologien in Milliardenhöhe getätigt. Die EU hat einen  Wiederaufbaufonds mit 750 Milliarden Euro.  209 Milliarden gehen alleine nach  Italien und dort soll 1/3 der Gelder in die grüne Revolution fließen.  Aber wie das gehen soll, steht noch nicht fest. Pläne dafür haben die Italiener noch nicht gemacht. Italien hat aber noch bis Ende April Zeit, um der EU Umweltprojekte zu melden. Also noch  10 Tage um für 70 Milliarden eine sinnvolle Verwendung zu finden. Österreich ist auch ein typisches Beispiel für diese  Art mit dem Problem umzugehen. Wir haben in den letzten Jahren im Vertrauen darauf, dass eh was geschieht, die Klimaziele der EU nicht nur nicht erreicht, wir produzieren mehr  CO2 als je zuvor. Da die derzeitige Regierung dem offensichtlich nichts entgegenzusetzen hat oder nicht gewillt ist, die Industrie zur Reduktion zu zwingen, stehen uns Strafzahlungen in Milliardenhöhe ins Haus.                                                                                                                                                         Tatsache ist, alle derzeitigen Pläne für die Umstellung auf eine Co2 neutrale Energieversorgung, soweit sie überhaupt ernst genommen werden, klingen recht gut, haben aber einen Hacken. Sie sind technisch nicht durchführbar oder halten nicht was sie versprechen. Zuallererst sprechen wir von ungeheuren Dimensionen. Das ganze Verkehrssystem inklusive Schifffahrt und Flugverkehr muss im nächsten Jahrzehnt weltweit  auf  klimaneutrale Energie umgestellt werden, sonst wird es nichts mit den 1,5 Grad plus, die gerade noch erlaubt sind. Aber die momentan präferierte Elektromobilität benötigt nicht weniger, sondern nur andere Ressourcen. Lithium, seltene Erden, Thorium, Gallium Germanium, Coltan, Graphit und vor allem Kupfer. In einem Elektroauto sind an die 70 Kilo Kupfer verbaut. Der typische Akku in einem Tesla Model S wiegt 600 Kilogramm, davon entfallen etwa 10 Kilogramm auf Lithium. In großen Windkraftanlagen stecken hunderte Tonnen Stahl, Aluminium und Kupfer. Um ausreichend Windkraftanlagen zu bauen, um die Stromerzeugung weltweit von fossiler Energie unabhängig zu machen, müsste 14 Jahre lang alles Kupfer das abgebaut wird nur dafür verwendet werden. Das alles wird ausserdem nicht in Europa gewonnen, sondern in Ländern, die uns irgendwie egal sind, weil sie auf einem anderen Kontinent liegen. Chile ist der größte Kupferlieferant. (5,8 Mio Tonnen im Jahr 2018). In Bolivien lagert ungefähr die Hälfte des Lithiumvorrates der Erde. (Die Firma, die den Abbau betreibt, kommt aus China). Kobalt kommt hauptsächlich aus dem Kongo (Stichwort Kinderarbeit). Umweltschäden und Gesundheitsprobleme, die mit Gewinnung, Verarbeitung und Transport verbunden sind berühren uns nicht. Aber sie betreffen die lokale Bevölkerung. China fördert in mehreren tausend Bergwerken eine Unzahl von Elementen, vor allem seltene Erden, ohne die geringste Rücksicht auf Umwelt oder die eigene Bevölkerung. Ganze Landstriche werden unbewohnbar. China ist bei vielen dieser Stoffe Monopolist und  produziert mit schmutzigem Strom aus Kohlekraftwerken Batterien und Solarzellen für die Welt. Eine Verbesserung der Situation ist in den nächsten Jahren kaum zu erwarten. Zu sehr giert die Welt jetzt nach den möglichst billigen Rohstoffen für die erträumte Energiewende. Wenn man alles in Rechnung stellt, dann ist die Herstellung eines E- Autos mit der Produktion derselben Menge CO2 verbunden, die sein Betrieb einspart. Dafür ist die Lebensdauer eines Elektroautos mehr als die Hälfte  kürzer als die eines herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor. Fachleute rechnen mit ca. 8 Jahren, dann muss es verschrottet werden. Vollkommen ungeklärt ist nach wie vor die Entsorgung. Da die Rückgewinnung der eingesetzten Rohstoffe, vor allem des Lithiums, aus einer solchen Batterie enorm aufwendig ist und vor allem teuer –  teurer als  die Förderung neuen Lithiums – muss man tausende Batterien pro Jahr irgendwo lagern oder verbrennen. Reiche Nationen wie Norwegen, die ihren Reichtum aus dem Verkauf von Erdöl lukriert haben, können es sich trotzdem leisten, die E Mobilität zu fördern. Dort ist schon jedes 2. neu gekaufte Auto ein E- Mobil. Das Problem dabei, den benötigten Strom kann das Land bald nicht mehr liefern.

Die Wasserstofftechnologie, von der auch unser Kanzler schwärmt, ist meilenweit davon entfernt, praktikabel zu sein. Im besten Fall sollte Wasserstoff durch Elektrolyse mit Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden und zwar dort, wo es viel Sonne gibt. Also Afrika. Dort wo die Sonne scheint, gibt es aber wieder kaum Wasser und kaum Infrastruktur.  Auch der Transport des Wasserstoffes nach Europa ist heikel, weil das Gas hochexplosiv ist. Also produzieren wir den Wasserstoff in Europa mit Sonnenkollektoren und Windenergie. Den Wasserstoff müssen wir aber trotzdem transportieren. Tanklaster, die (aus Sicherheitsgründen) nur mit einem Druck von 50 bar befüllt werden können,  bringen den Wasserstoff zur Tankstelle.  Der Tank im Auto muss aber –  damit sich das lohnt – mit einem Druck von 800 bar befüllt werden. Damit der Tankvorgang nicht ewig dauert, muss man diese Tanks mit einem Druck von unglaublichen  1000 bar befüllen. Dazu braucht es bei jeder Tankstelle einen Hochleistungskompressor, der  enorm viel Energie braucht und auch noch gekühlt werden muss, weil sich bei dieser Verdichtung das Gas enorm erhitzt. Wir sprechen von – 40 Grad.  Alles muss absolut dicht sein, sonst fliegt jeden Tag eine Tankstelle in die Luft.                                

Bleibt noch die Brennstoffzelle, die hat aber auch ein Problem. Bei gleichmäßiger Stromentnahme funktioniert sie gut. Aber bei starkem Verbrauch, wenn zB. ein Auto eine steile Bergstraße hochfährt und viel Strom erzeugt werden muss, dann entsteht enorm viel  Wärme. Derzeit gibt es keine technische Möglichkeit, dieses Problem zu lösen. Zudem muss für die Brennstoffzelle der Wasserstoff absolut sauber sein, sonst geht sie kaputt.                                                                               

Eine Chance gibt es eventuell mit einem Prozess, bei dem aus Wasserstoff und CO2 aus der Luft Methanol hergestellt wird, der denn in einem adaptierten Ottomotor als Brennstoff dient.  Aber auch da fehlen noch weitgehend die technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen.

Also, wenn nicht ein Wunder geschieht, sind wir weit weit weg von einer vernünftigen Lösung, soweit es den weltweiten Transport und Individualverkehr betrifft. Was momentan beworben und vorbereitet wird sieht eher nach einer Alibiaktion aus purer Hilflosigkeit oder einem ganz großen Schwindel aus … hinter mir die Sintflut….

umsoress_fallstudie_kupfer_chile.pdf (umweltbundesamt.de)

EU-Wiederaufbaufonds: Brüssel will Milliarden verteilen (handelsblatt.com)

Defender Europe 2021

Wer sich darüber gewundert hat, warum die Russen an der Grenze zur Ukraine an die 10 000 Soldaten zusammengezogen haben, hat  wohl durch die offiziellen Pressemitteilungen, dass dort die Unruhen im Donbass wieder aufflackern  und die Russen den Konflikt anheizen wollen, seine Vorurteile bestätigt gesehen. Die Wahrheit ist aber etwas anders gelagert als man uns erklärt. Eines der größten NATO Militärmanöver der letzten Jahre, direkt im Vorgarten der Russen und rund um Russlands Westgrenzen findet statt. Österreich gestattet der NATO und der USA den Durchmarsch von hunderten Panzern und tausenden Soldaten nach Ungarn und in die Slowakei. Vom 7.Mai bis Ende Juni werden Österreichs Autobahnen für den Aufmarsch der NATO im Rahmen des Manövers „Defender Europa 2021“ zur Verfügung stehen. Mit Lastwagenkolonnen auf denen Panzer und Kriegsmaterial transportiert werden ist zu rechnen. Und an der russischen Grenze werden an die  40000 Nato Soldaten stehen. Soweit zur friedlichen EU und zum neutralen Österreich, soweit zur Friedensmission der Nato.

„Defender 2020“: 20.000 US-Soldaten beim Nato-Manöver in Bremerhaven – YouTube

Preisverleihung (Satire)

Ich weiß, das werden ein paar andere auch lustig finden.  So eine Idee entsteht normalerweise auf der letzten Redaktionssitzung eines Satiremagazins vor Weihnachten, wenn das Buffet leergeräumt und alle schon ein wenig angetrunken sind.  Dann grölt einer prustend vor Lachen: „Was wäre, wenn wir schreiben, dass Sebastian Kurz den Freiheitspreis der Medien gewonnen hat…?“  – was er dann noch sagen will, geht im allgemeinen Gelächter unter…..

Aber so ist es, die Weimer Media Group*1), verleiht diesen Preis am 11. Mai auf dem „Ludwig-Erhard- Gipfel“, *2) den die Weimer Media Group alljährlich veranstaltet an Sebastian Kurz. Dort eingeladen sind auch Markus Söder und Annegret Kramp-Karrenbauer. Und damit die CDU/CSU nicht alleine ist, hat man auch noch FDP Chef Christian Lindner geladen. Insofern bleibt man aber dann doch unter sich. Von einer linken Partei wurde niemand geladen, aus Objektivitätsgründen vermutlich.

Weniger lustig finden werden es die Journalisten vom Falter, die von Kurz vor Gericht gezerrt wurden, weil sie die Wahrheit über die Wahlkampffinanzierung der Türkisen berichtet haben und den Prozess auch gewonnen haben. Weniger lustig werden das auch diverse Medienleute finden, die darunter leiden, dass der Großteil der Medienförderung (viele Millionen Euronen) an die Boulevardmedien wie „Österreich“ und „Kronenzeitung“ gehen, die man salopp als die Hofberichterstatter der Türkisen bezeichnen könnte. Noch dazu, wo Kurz-Freund  René Benko Teilhaber an der Kronenzeitung ist. Wie gesagt viele werden das nicht verstehen.

Aber ich habe auch prinzipielle Bedenken, ob die Vergabe eines Freiheitspreises der Medien durch ein einziges, dem Großkapital zugetanes Verlagshaus an Sebastian Kurz gerechtfertigt ist. Ich bin nämlich der Meinung, den hätte Victor Orban viel eher verdient. Der hat sich wirklich um die Finanzierung und die Neugestaltung der ungarischen Medienlandschaft verdient gemacht. Auch was die Gesetzgebung hinsichtlich Pressefreiheit betrifft, ist Victor weit voran. Da müssen wir in Österreich schon auf die nächste türkis/blaue Regierung warten, bis es bei uns in dieser Hinsicht auch so weit ist. Da liegt Kurz noch weit zurück.

Ja, man muss sich wirklich fragen, wie kommt das zustande? Dass sich die Weimer Media- Group aus allen zur Verfügung stehenden Staatschefs der Welt ausgerechnet unseren Sebastian herausgreift, ist schon seltsam.

Aber vielleicht war es ja umgekehrt:

„Hallo Markus, na wie geht es so in Bayern? Funktioniert nicht so recht mit deiner Kanzlernominierung wie? Aber zugegeben, bei mir läuft es auch gerade nicht so gut. Was hältst du davon, wenn wir uns gegenseitig ein wenig unterstützen. Ich bräuchte ein wenig mediale Schubkraft, fällt dir da was ein?

„……………………………………., …………………………….“

Ui ja, Freiheitspreis der Medien, das klingt gut, das wäre eine echte Imagebombe und würde ein paar freche Journalisten für eine Weile zum Schweigen bringen.

Du machst das auch nicht umsonst, ich würde dir natürlich auch unter die Arme greifen, imagemäßig meine ich. Du brauchst jetzt schon was Ordentliches, also was Außergewöhnliches, was die Leute aus den Stühlen hebt, damit das mit der Kanzlerkandidatur noch klappt.

„…………………………………………………………………………………………………….!!……………….., …………….“

Wie…………? Du möchtest bei uns einmarschieren? Aha…….., nur für 2 Tage und nur bis Linz? Schon ein wenig gewagt. Aber gut, aus alter Freundschaft, wir werden nicht schießen, wie gehabt. Aber da muss ich zuerst mit der Tanner reden, die möchtest du sicher nicht kennenlernen……“

*1Weimer Media Group – Wikipedia

Das Erstaunliche an diesem Familienbetrieb ist, dass er erst 2012 gegründet wurde und sich inzwischen einen Verlag nach dem anderen einverleibt hat. Haben wohl im Lotto gewonnen, die Leutchen?

*2 Nicht zu verwechseln mit Heinz Erhard, obwohl auch das passend wäre….

Rücktritt

In den „Anti-Corona-Protesten“  zeigt sich recht drastisch, wie weit sich die unterschiedlichsten Teile der Bevölkerung von  Demokratie und wissenschaftlichen Erkenntnissen entfernt haben.  Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Neonazis marschieren gemeinsam mit Vertretern von Parteien, die offiziell noch dem demokratischen Bereich zugeordnet werden, aber offensichtlich schon direkt bei den  Aluhutträgern und Verschwörungs-Spinnern angesiedelt sind. Sie gehören in Summe alle zu einer beunruhigend großen Gruppe von Menschen, die sich im Eiltempo von einer aufgeklärten Gesellschaft mit demokratischen Regeln verabschieden. Dazu kommt in einer erklecklichen Anzahl europäischer Staaten der Rückgriff auf Nationalismen und ein Wiedererstarken religiöser Bevormundung. Die Pressefreiheit ist in Teilen Europas  nicht mehr gegeben. Auch in Österreich nicht, denn hier werden Boulevardmedien mit staatlichen Subventionen in Millionenhöhe zum auflagestarken Sprachrohr einer Regierungspartei, die bewusst und gezielt Informationen kontrolliert oder eine Informationskontrolle in ihrem Sinne zumindest versucht. Dabei kann sie nach wie vor auf ihre Klientel zählen, in deren Besitz diese Medien sind. Das ist eine recht ungute Gemengelage.  Einerseits die Gegenreformation der Aluhutträger und Neonazis, der die ÖVP trotz ihrer Medienmacht nichts Überzeugendes zu entgegnen weiß, andererseits die zunehmend spürbare Schwäche der Regierung.  Angetreten sind die Türkisen ja, um jene Gesetze im Parlament zu beschließen, für die sie von finanzstarken Gruppen angeheuert wurden bzw. um möglichst viele wichtige Positionen im Staat mit ihren Leuten zu besetzen.  Jetzt aber stehen sie seit Beginn der Amtsübernahme unter Dauerstress durch die Coronapandemie. Damit haben sie weder gerechnet noch haben sie eine Ahnung, wie damit umzugehen ist. Es fehlt ihnen nicht nur Sachkenntnis, sondern schlicht und einfach allgemeine Lebenserfahrung. Das zeigt das durchgehende Fiasko beginnend mit Ischgl, über die Impfstoffbestellung bis hin zum ständigen Lock up – Lock down und dem totalen Fehlen einer Gesamtstrategie, die nicht von Einzelinteressen, sondern von wissenschaftlichen Erkenntnissen bestimmt ist. Nebenbei werden auch noch täglich die korrupten Postenvergaben und das dahinterstehende System erkennbar. Das führt zu immer neuen und immer lächerlicheren Entgegnungen, die darin gipfeln, dass Kurz, der mit der Attitüde eines neuen Regierungsstils angetreten ist, meint, es genügt zu behaupten, dass Postenvergaben auch bei allen anderen Parteien  in dieser Weise passieren.

Dass unter solchen Umständen mit täglichen Anfeindungen und Verleumdungen, ein Ministeramt zur unerträglichen Last wird, versteht man irgendwie. Wenn die Pressekonferenzen des Regierungspartners nur der Selbstdarstellung dienen und sich die mit salbungsvoller Miene vorgetragenen Ansagen des Kanzlers ein ums andere Mal als Humbug erweisen, während er die tatsächlich notwendigen Entscheidungen anderen überlässt und die dann auch noch hintertreibt, dann ist es Zeit zu gehen.

Die Schmid AG

Ein Gehalt von 400 000 Euro brutto pro Jahr. Bei Erfüllung der Unternehmensziele zu 100 % gibt es zusätzlich  eine Prämie von 35 Prozent  und bei einer Übererfüllung der Unternehmensziele bis 150 Prozent eine Prämie  von 52,5 Prozent, als dann summa summarum 610000 Euro pro Jahr.  Davon habe ich immer geträumt. Das noble Salär für welche Leistung?  Die ÖBAG, die dieses fürstliche Gehalt an Thomas Schmid bezahlt, ist keine Firma mit unendlich vielen Arbeitsplätzen und einer Unzahl von Produkten und Neuentwicklungen, die von einem gewieften Management am Markt platziert werden müssen, oder die langfristig planen und Zukunftsmärkte strategisch erobern muss. Die ÖBAG ist nur ein riesiges Aktienpaket, sonst fast nichts. Das zu verwalten könnte ich oder irgendein Beamter im Wirtschaftsministerium genauso gut.  Denn der Erfolg steht und fällt mit dem Aktienwert und der hängt im Wesentlichen nicht von den Entscheidungen des Thomas Schmid und genau so wenig von den Entscheidungen der  Aufsichtsratsmitglieder ab – denn sie können weder Aktien kaufen noch verkaufen – sondern von der Weltwirtschaft und damit von den Geschehnissen an den Börsen und den Leistungen der Unternehmen, deren Aktien in diesem Paket sind. Eine Erfolgsprämie zu bezahlen, wenn der Aktienkurs steigt, hat also nichts mit besonderen Fähigkeiten zu tun, sondern ist an und für sich ein Unding, da der Herr sowieso schon mehr verdient als der Bundespräsident. Und wenn ein gewisser Herr Langer (den ich nur allzu gerne  gefragt hätte, was sich sein Friseur reinzieht bevor er ihm die Haare schneidet),  der neulich im Interview mit Armin Wolf auftragsgemäß drei Mal an unpassender Stelle erwähnte, dass der Wert der ÖBAG seit Schmids Engagement um 5 Milliarden gestiegen ist, dann beruht das in keiner Weise auf den Managementfähigkeiten des Herrn Schmid, sondern auf den Vorgängen auf dem Welt- und Inlandsmarkt. Jedes der angeführten Unternehmen, die zur ÖBAG gehören, hat sowieso ein eigenes Management. Und diese Manager gehören ebenfalls zu den Topverdienern in Österreich. Die haben zumindest einen gestalterischen Spielraum, soweit es ihr Unternehmen betrifft. Wenn aber was schief geht, dann ziehen sie üblicherweise auch mit einer ordentlichen Abfertigung von dannen und waschen ihre Hände in Unschuld. Aber wie gesagt, dort kann man zeigen, ob man gut ist oder weniger gut. Schmid wird   fragen müssen: Wo woar mei Leistung?  Denn :“Ich liebe meinen Kanzler“, ist zu wenig“.

Ps.: Wenn es um Leistung geht, dann müsste eine Krankenschwester demzufolge drei Millionen Euro im Jahr verdienen.

Aus Wikipedia, am 4.4.2021 : Die Österreichische Beteiligungs AG, kurz ÖBAG, verwaltet die Beteiligungen der Republik Österreich an einigen börsennotierten Unternehmen. Die Gesellschaft ging 2019 aus der Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) hervor, die wiederum im Jahr 2015 aus der Österreichischen Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) hervorging.

Über die ÖBAG stehen Unternehmensanteile im Wert von 22,9 Mrd. Euro (Stand: 31. Dezember 2019) im Besitz der österreichischen Steuerzahler.[11] Mit Stand August 2016 hielt die ÖBIB Beteiligungen an den folgenden Unternehmen:[12]

Durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 96/2018 kamen mit 1. Jänner 2019 aus direktem Bundeseigentum hinzu:

§ 7a des ÖIAG-Gesetzes in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 96/2018 sieht ferner vor, dass ab 1. Jänner 2019 die ÖBAG die Verwaltung der Anteile des Bundes an der Verbund AG verwaltet. Eine Übertragung der Verbund AG in das Eigentum der ÖBAG ist nicht möglich, da das Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden, (BGBl. I Nr. 143/1998) vorsieht, dass die Mehrheit der Anteile am Verbund im (unmittelbaren) Bundeseigentum stehen müssen.

Nachtrag: Nachdem auf einem von Schmids Handys an die 2500 Fotos männlicher Genitalien gefunden wurden – die Schweizer Zeitung „Blick“ berichtet darüber, in Österreich scheint sich niemand zu trauen – und das österreichische Wort für ein männliches Genital schlicht der „Beidl“ ist, wird Vorgeschlagen die ÖBAG in Österreichische -Beidl- AG umzubenennen……

White Trash und Corona-Mensur

Die gerade bekannt gewordene elektronische Konversation zwischen Schmid, Kurz und Blümel zum Thema ÖBAG   ist in ihrer demaskierenden Dummheit ein echtes Lehrstück. Solche Dialoge würde man in einem Sozialporno über White Trash erwarten. Geradezu infantil werden da auf dem Niveau eines Edmund Sackbauer entlarvende Informationen ausgetauscht: „Du kriegst eh alles was Du willst“ und: „Ich liebe meinen Kanzler“,  bis:  „alles a Schass“ oder: „Du bist Familie“. Dass es dabei um den gesamten Staatsschatz und  dessen Verwaltung geht sei nur nebenbei erwähnt.  Den Chatverläufen ist zu entnehmen, dass die Ausschreibung genau auf Thomas Schmid zugeschnitten wurde – ein Familienmitglied – und niemals daran gedacht war, den am besten geeigneten Manager zu finden. Die Gratulationen bekam er schon bevor die Ausschreibung abgeschlossen war. Und am Tag vor der Vergabe dieses hochdotierten Postens an Schmid, dem man nachsagt, er hätte früher eine gewisse Affinität zu Kokain gehabt, saß man mit einem ÖVP-Großspender beim Abendessen. Dessen Tochter bekam einen Sitz im Aufsichtsrat, das war dem Vater einiges wert und „der Kanzler war selten so gut aufgelegt…“     Korrupt sein geht ja, das sind wir inzwischen gewohnt, aber so dämlich noch dazu…                                                            

Hofer hatte es schon, Kickl noch nicht  – er glaubt bis auf Weiteres an sein Immunsystem. Dafür hat es Manfred Haimbuchner ordentlich erwischt.  Er war acht Tage auf der Intensivstation im Keppler-Klinikum und wurde beatmet. Die  FPÖ erließ umgehend eine Nachrichtensperre. Über die Rolle des Landeshauptmannstellvertreters als Pflegefall wurde nur Ausgesuchtes an die Presse gegeben.  Dass die  FPÖ die Corona Maßnahmen mit Demos unterläuft und versucht, die Querdenker samt den sie begleitenden Nazis auf eine extrem verantwortungslose Weise für sich zu instrumentalisieren, ist das eine, aber dass dann einer der ihren schwer erkrankt und mit Windeln und Katheder im Spital liegt ist peinlich. Das passt nicht zum blauen Helden, der  Corona genau so furchtlos entgegentritt wie er eine Mensur ficht. Deshalb wird heute über alle möglichen Kanäle mitgeteilt, dass es zu einer positiven Entwicklung im Krankheitsverlauf gekommen sei und das medizinische Personal sei von dieser schnellen und positiven Entwicklung überrascht.                                                                                                     

Wir dürfen also  zuversichtlich sein, dass die Wiederauferstehung bis Ostersonntag abgeschlossen ist. Ein Wunder….

Der Osten ist rot…

Dieses Lied, das den großen Mao Zedong verherrlichte, war während der Kulturrevolution faktisch die Nationalhymne Chinas.  „Die kommunistische Partei ist wie die Sonne und scheint genau so hell“, hieß es  darin. So weit, so lächerlich, wenn man an die damaligen Zustände denkt.

Nun, unser Osten ist auch rot. Aber nur  auf der Corona- Ampel.  Und die Loblieder auf die türkise Partei werden langsam leiser. Der große Vorsitzende verhaspelt sich zusehends in  seinem Geflecht von Rechtfertigungsversuchen, die offensichtlich nicht die Wahrheit beschreiben. Einen Tag erzählt uns der Kanzler, wie sehr er der EU eingeheizt hat, damit die Schurken sofort 400000 Impfdosen rausrücken, die sie widerrechtlich den Österreichern vorenthalten. Am anderen Tag wird das von der EU dementiert, weil Österreich in Wahrheit auf die Bestellung verzichtet hat, weil der AstraZeneca Impfstoff nur knapp 2€ kostet und die anderen um die 15€ pro Dosis. Aus der zur Schau getragenen  Siegesgewissheit des Kanzlers wird ein trotziges:  „Ich werde dafür kämpfen!“ Seine Behauptung er setze sich für Länder wie Bulgarien ein, die gleich ihm bei der Verteilung von Impfstoff benachteiligt wurden, erweisen sich in dem Zusammenhang ebenfalls als Geflunker und das ist ein gelinder Ausdruck.

 Der Politiker Quaksprech zeigt aber immer wieder aufs Neue wirklich lustige Facetten. Seit fast einer Woche wird ständig vom Osten oder von der Ostregion Österreichs gesprochen. Das klingt nach einem dramatischen geografischen  Abstand von einer riesigen Westregion, die wohl im fernen Vorarlberg anzusiedeln ist. Ostregion klingt  irgendwie nach Sibirien und unendlichen Weiten mit Tundra und  eisigen Winden. Eine Gegend, in der ein paar Altnazis wohl den slawischen Untermenschen ansiedeln würden. Aber es geht nur um Wien, Niederösterreich und das Burgenland – die Bundesländer mit der höchsten Inzidenz. Um den Länderchefs, die darauf Wert legen, sich als unbeugsame Landesfürsten bei ihrem Wahlvolk zu zeigen, nicht mit einer österreichischen Gesamtverordnung in die Parade zu fahren, werden nächtelang kleinräumige  Verordnungen ausgehandelt, wie auf dem von Kurz erwähnten Bazar. Der Gesundheitsminister spricht ein wenig verklausuliert über den täglichen Kampf gegen unendliche  Widerstände und trägt dabei ein Gesicht zur Schau wie Laokoon, kurz bevor er von der Schlange erwürgt wird. In der Ostregion, an den fernen Gestaden des Neusiedlersees, wo Österreich dann langsam in die große ungarische Tiefebene übergeht,  werden gerade die Intensivbetten zur Mangelware und die Entwicklung der Fallzahlen lässt vermuten, das in spätestens 14 Tagen das Limit erreicht ist und triagiert werden muss. Der Terminus: „exponentielle Ausbreitung“,  ist für die Politiker der Ostregion noch immer schwer zu verstehen und weil die Wirtschaft rebelliert, macht  man halt wieder einen Kompromiss mit einem 4-tägigen Lockdown in der Ostregion, passenderweise zu Ostern.  Das ist aber dem Virus egal, vor allem den neuen Mutationen. Die kennen keine Kompromisse.                                

 Die medizinische Chefideologin der FPÖ, Frau Belakowitsch, fordert indessen ostentativ, den traurigen Krankheitsfall des künstlich beatmeten Manfred Haimbuchner „nicht für politisches Kleingeld zu missbrauchen“. Dessen Immunsystem entsprach wohl nicht den von Kickl dargestellte Anforderungen an ein FPÖ Immunsystem, zumindest wenn man seine schwachsinnigen  Aussagen auf der letzten Wiener Corona-Demo berücksichtigt – nämlich,  dass ein gesundes (arisches?) Immunsystem mit allem fertig wird. Dass die FPÖ seit einem Jahr genau das tut, nämlich ununterbrochen gegen alle Vernunft argumentiert und aus abgedroschenem  Corona-Stroh nicht nur politisches Kleingeld, sondern Wählergold spinnt, lässt die Dame unerwähnt. Und Kickl gibt sich ebenfalls uneinsichtig und lässt verlauten, an der Linie der FPÖ werde sich nichts ändern und schwere Verläufe seinen im Einzelfall immer tragisch. (Für den der den schweren Verlauf erlebt natürlich). Und weiter meint er, die FPÖ sei die einzige Partei, die einen differenzierten und ganzheitlichen Blick auf die Problematik habe. Was nachzutragen ist: Alle, die früher gegen Asylanten waren, sind momentan gegen die  Coronaregeln.  Das kommt wohl vom differenzierten und ganzheitlichen Blick.