Knüppel aus dem Sack?

womit ist zu rechnen wenn Gudenus Innenminister wird, wenn er jetzt schon mit dem Knüppel droht

Wir schreiben das Jahr 20??
In Österreich hat nach einer Regierungskrise eine Partei die demokratischen Spielregeln ausgehebelt. Gemeinsam mit einer ehemals bürgerlichen Partei, die inzwischen weit nach rechts gerückt ist, haben sie eine Zweidrittelmehrheit und haben damit die Verfassung geändert. Neuwahlen werden ausgeschrieben. Aber auf Grund der jetzt in der Verfassung festgelegten Bedingungen, können viele Parteien gar nicht mehr zur Wahl antreten. Ähnlich wie schon Jahre vorher in Ungarn, übernimmt eine weit rechts stehende Koalition unter Bundeskanzler H.C. Teutsch die Regierungsgeschäfte. Daraufhin kommt es in Wien zu Demonstrationen und Tumulten und linke Randalierer werden – so berichtet es zumindest das Staatsfernsehen – von der Wiener Stadtwache, die in zweifacher Kompaniestärke ausrückt, daran gehindert in der Innenstadt Geschäfte zu plündern. Es kommt zu zahlreichen Verhaftungen. In den folgenden Tagen gehen die Unruhen weiter. Die Innenstadt wird von Polizei und Stadtwache abgeriegelt und eine große Demonstration, die Richtung Stephansplatz zieht wird aufgelöst. Angeblich handelt es sich um ein paar hundert gewaltbereite linkslinke Randalier und in derer Gefolgschaft zahlreiche Immigranten aus der Moslemscene vor denen man ja immer schon gewarnt hat. Die Leute sind offensichtlich bewaffnet und liefern den Einsatzkräften ein Feuergefecht und verschanzen sich im Kaufhaus Meindl am Graben. Panzer fahren auf und die Einsatzkräfte gewinnen bald die Oberhand. Es gibt unter den Unruhestiftern mehrere Tote. Zwei Tage später explodiert am Ballhausplatz eine Bombe. Fünf Männer der Stadtwache, werden getötet und fünf weitere schwer verletzt.
D. Wimmer, der Einsatzleiter der Stadtwache spricht im Fernsehen von einem Anschlag auf den österreichischen Staat und Bundeskanzler Teutsch ruft den Notstand aus. Das Parlament beschließt ein Notstandsgesetz das der Regierung weitgehende Vollmachten gibt. „Weitere Anschläge werden befürchtet“, so Wimmer in einem Fernsehinterview. Die Bevölkerung wird vor linken Terroristen gewarnt und überall in den Städten ziehen die, schon bei Regierungsantritt neu gegründeten Stadtwachen, die sich inzwischen zu einer Art Sonderpolizei gemausert haben, einen engen Kordon um Amtsgebäude und öffentliche Institutionen. Diese Stadtwachen stehen unter Kontrolle der Regierungspartei. Die ORF Zentralen werden landesweit abgeriegelt und Nachrichten werden zensuriert. Gleichzeitig werden landesweit Verdächtige verhaftet und einvernommen. Ich gehöre dazu. Um drei Uhr morgens werde ich von einer Gruppe Bewaffneter aus dem Bett geholt und gemeinsam mit anderen nach Linz gebracht.
Nachdem man mich 2 Tage im Landesgefangenenhaus festgehalten hat werde ich einem Mann vorgeführt, den ich irgendwoher kenne. Er erklärt mir, dass ich verdächtigt werde linke Terroristen zu unterstützen. Aus meinem Facebook-Profil und Kommentaren die ich vor Jahren in verschiedenen Tageszeitungen hinterlassen habe, geht hervor, dass ich seit Jahren massiv Volksverhetzung betreibe. Dann legt er mir einen Ausdruck aus meinem WordPress Blog vor. Ob ich das geschrieben habe ? Es ist ein alte Geschichte die ich vor Jahren zur Landtagswahl geschrieben habe. Mir wird bewusst was ich für ein Idiot war. Irgendwann kommt bei so etwas die Retourkutsche, das hätte ich eigentlich wissen müssen. Man sollte eben aus der Geschichte lernen und nichts für unmöglich halten. Jetzt fällt mit schlagartig auch ein, woher ich den Typ kenne. Er war Ortsparteileiter in Stadl – Paura. Ein Mann der ersten Stunde sozusagen, der sich damals um den Bürgermeisterposten beworben hat. Aber er ist milde gestimmt. Sein Sohn ist auch Arzt und wird bald die Leitung des AKH Linz übernehmen erzählt er mir. Und ich als pensionierter Gemeindearzt hätte ja wohl auch gewisse Verdienste um die Menschheit. Darum, und nur darum ließe er mich jetzt mit einer Verwarnung wieder gehen. Aber ich sollte auch an meine Familie denken. Die sollten sich auch ein wenig nach den Gegebenheiten richten und nicht ständig gegen jetzt geltende Gesetze handeln. „Sie mögen doch ihre Kinder“, sagt er zum Schluss. Also richten Sie ihnen das aus. Wir wissen alles“, meint er süffisant. Dann kann ich gehen. Ich bin ziemlich durcheinander. Mir tun vom Liegen auf dem Boden alle Knochen weh. In der Zelle gab es keine Betten. Und der jüngste bin ich auch nicht mehr. Dann stehe ich in Linz auf dem Stadtplatz und überlege ob ich meine Kinder anrufen und sie warnen soll. Aber das würde wahrscheinlich sofort registriert werden. Ich lasse es also und winke einem Taxi. Das erste was ich zu Hause erfahre: In Wien herrscht jetzt ein regelrechter Bürgerkrieg. Offensichtlich hat sich die Linke formiert und bewaffnet, als Reaktion auf die vielen Verhaftungen der letzten Tage. Das Fernsehen berichtet darüber. Die legal gewählte Regierung sieht sich verpflichtet die Ordnung wieder herzustellen. Im Bereich des Stadtzentrums und in einigen Außenbezirken ist es zu schweren Kämpfen gekommen. Das Staatsfernsehen spricht von Rowdys und organisierten Banden, die mit Nachdruck und Einsatz aller verfügbaren Mittel daran gehindert werden, weiter ihr Unwesen zu treiben.
Am anderen Tag werde ich wieder verhaftet. Diesmal bringt man mich nach Wels. Ich werde wieder verhört und man teilt mir mit, dass auch mein jüngster Sohn in Wien verhaftet wurde. Eine Woche verbringe ich mit einem ehemaligen Politiker der Grünen in einer Zelle. Dann werde ich ohne weitere Erklärung wieder freigelassen. Inzwischen ist die Situation vollkommen eskaliert. Ich bin ziemlich fertig und weiß nicht mehr was ich tun soll. Mein Sohn meldet sich aus Wien, er kommt nach Hause. Auch ihn hat man kurzfristig eingesperrt und verhört und mit allerlei Vorwürfen konfrontiert. Am Nachmittag treffen alle drei Kinder zu hause ein und beschwören mich sofort gemeinsam mit ihnen das Land zu verlassen. Sie wissen aus verlässlicher Quelle, dass derzeit bereits Lager errichtet werden, in denen alle unerwünschten Personen festgehalten werden sollen. Sie, ich, wir alle gehören dazu, meine politisch tätige Frau sowieso. Ich weigere mich. Trotzdem treffen die Kinder und meine Frau alle Vorbereitungen um Österreich zu verlassen. Ein bissel was haben wir ja doch gelernt aus der Geschichte.

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