Schmidtchen Schleicher

Wenn man ein Konto in Liechtenstein hat, von dem die österreichische Finanz nichts weiß, ist das zumindest so lange angenehm, solange die liechtensteinischen oder Schweizer Banken garantieren können, dass das auch so bleibt. Wenn das aber nicht mehr der Fall ist, muss man das Geld wohl oder übel zu Hause deklarieren, um einer Strafe zu entgehen. 2013 wurde ein Steuerabkommen mit der Schweiz und mit Liechtenstein geschlossen, dass letztendlich für die österreichische Finanz den Zugriff auf versteckte Konten ermöglicht. Unmittelbar vor Inkrafttreten des Abkommens haben ca. 14000 Österreicher ihr Geld heimlich nach Österreich transferiert, weil die österreichischen Bankgesetze noch Geheimhaltung garantierten. 2015 wurde gesetzlich geregelt, dass Rücküberweisungen rückwirkend bis 2012 an die Finanz gemeldet werden müssen. Die Liste dieser Abschleicher ist das Who is Who der österreichischen Krösusse, die allesamt Steuern gespart oder Schwarzgelder im Ausland versteckt haben. Alles legal, sagen jetzt Leute wie ÖVP-Großspender Stefan Pierer. Die 20,8 Millionen Euro, die aus Liechtenstein auf sein Privatkonto flossen, stammen aus einer Lebensversicherung. Wahrscheinlich bekommt er sogar recht. Die derzeitige Gesetzeslage erlaubt es den Besitzern großer Vermögen durch komplizierte Firmenkonstruktionen Geld dort zu versteuern, wo kaum Steuern anfallen. Und es ist nachgerade programmatisch, dass der derzeitige ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling ein Vermögen gemacht hat, indem er als Geschäftsführer und Aufsichtsrat der Firma XXX Lutz ein Steuersparmodell über eine Firmenkonstruktion mit einer Tochterfirma in Malta etablierte, wo die Körperschaftssteuer nur 5% beträgt statt 34% wie in Österreich.
Oh, Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen, was wirst du erst möglich machen, wenn die ÖVP gewinnt….