Haben Sie sich jemals gefragt, wer sie sind?

 

 

Mir gefällt die Vorstellung, dass Körper und Geist in der Biologie  möglicherweise dem selben dualistischen Prinzip entsprechen, das Welle und Teilchen in der Physik verkörpern. Je nachdem, worauf unser Focus liegt, nehmen wir entweder den materiellen Aspekt unseres Seins wahr: das Teilchen – oder den geistigen: die Welle. Die Heisenberg’sche Unschärfe.     In der „Kultur der westlichen Welt“ haben die Menschen  gelernt, die Aufmerksamkeit auf die Oberfläche zu richten. Das mag pragmatisch sein und unser Fortkommen unter den gegebenen Umständen begünstigen, aber es ist eben nur der eine Aspekt – das Teilchen. Und darum greift alles, was wir zur Erklärung heranziehen, seien es philosophische, naturwissenschaftliche  oder religiöse Betrachtungen, zu kurz, um  den Sinn unserer Existenz zu erklären, geschweige denn, die vielen Schwierigkeiten, in denen wir stecken, zu verstehen.    Solange wir unsere Messinstrumente nur auf Materielles richten, solange wir nur uns und unsere materiellen Bedürfnisse wahrnehmen, werden wir über unseren geistigen Anteil nichts erfahren und nichts darüber, was uns alle verbindet. Wir sind so besessen von dem, was wir zu sein scheinen, wenn wir wach sind, dass uns oft ein Leben lang nicht bewusst wird, dass da etwas anderes ist, das uns leitet und für uns sorgt, ohne das wir nichts anderes wären als eine sprechende Puppe.   Wir tun alles für  diese  Puppe, die wir äußerlich zu sein scheinen, wir pflegen und hegen und schmücken sie und schneiden ihr die Haare  und kaufen ihr teure Kleider und Autos und Uhren und Schmuck. Und dabei verweigern wir es, uns geistig zu entwickeln und andere Wahrheiten wahrzunehmen, als jene, die diese scheinbare Welt ausmachen und die Rolle, die wir darin zu spielen glauben. Und wir werden immer älter und merken nicht einmal, dass wir nur noch eine Karikatur dieser Puppe, dieses äußeren Menschen sind, der uns so fasziniert hat, dass wir seinetwegen vergessen haben auf den inneren Anteil, auf die Welle zu achten. Und alle unsere Bemühungen – von Botox bis Porsche – den Schein aufrecht zu erhalten, machen uns nur noch lächerlicher. Und wenn wir das dann  merken, dann sind wir ratlos.

 

Frohe Weinachten.

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